Millionen-Projekt
Erster Neubau in Anklam seit 28 Jahren

Erfolgreicher Spatenstich für Planer Holger Groß, AWG-Vorstand im Ruhestand Karl-Dieter Lehrkamp, Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Blackburn und dem heutigen AWG-Chef Falko Jonas.
Erfolgreicher Spatenstich für Planer Holger Groß, AWG-Vorstand im Ruhestand Karl-Dieter Lehrkamp, Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Blackburn und dem heutigen AWG-Chef Falko Jonas.
Anne-Marie Maaß

Ein historischer Moment für die Anklamer Genossenschaft: Zum ersten Mal seit der Wende ist der Spatenstich für einen Wohn-Neubau in Anklam erfolgt. Die zukünftigen Mieter fiebern schon ihrem Einzug entgegen.

Auf diesen Tag hat Marianne Zink schon gespannt gewartet. Endlich fiel für sie und die anderen künftigen Mieter am Donnerstag der erste Spatenstich für den Neubau der Anklamer Wohnungsgenossenschaft (AWG) am Bock in Anklam. Ein historischer Tag – immerhin ist dies der erste Neubau der AWG seit 28 Jahren, mit dem auch tatsächlich ein neues Wohnhaus gebaut wird.

Natürlich sei trotzdem seit der Wende viel passiert, betont Vorstandsvorsitzender Falko Jonas. Ein Blick in die Bücher verrate etwa, dass die AWG seit der Wende immerhin 40 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Gebäude gesteckt hat. Und dies auch künftig weiter tun will.

Wohn- und Geschäftshaus in der Innenstadt geplant

Geplant sei etwa die Sanierung des Hamburger Rings 9 bis 12. Doch auch neuen Projekten und Zukunftsvisionen will sich die AWG nicht verschließen. Beispielhaft dafür stehe neben dem Bau am Bock auch das geplante Wohn- und Geschäftshaus, dass in der Anklamer Innenstadt in der Keilstraße 2020/21 entstehen soll.

Zunächst geht es nun aber am Bock mit der Bauerei los. Da zeigt sich Jonas vorsichtig optimistisch, dies sogar trotz voller Auftragsbücher bei den Handwerkern in dem angesetzten Kostenrahmen von 1,4 Millionen Euro umzusetzen.

Prenzlauerin will zurück nach Anklam ziehen

Susanne Bluhm, Geschäftsführerin der städtischen Wohnungsgesellschaft GWA, gratulierte am Donnertag ebenfalls zum ersten Spatenstich und forderte Jonas bereits im Spaß heraus: Sie könne am Montag beim GWA-Neubau in der Steinstraße bereits die Grundsteinlegung begehen, aber wer weiß, vielleicht wolle sich die Genossenschaft doch zu einem Wettbewerb um den zügigsten Baufortschritt hinreißen lassen.

Marianne Zink hofft nun ebenfalls auf kurze Bauzeit. Sie sicherte sich am Donnerstag gleich noch ein Foto mit dem Genossenschaftschef als Beweis, dass der Bau nun endlich los geht. Noch wohnt die langjährige Anklamerin in Prenzlau, wo sie die Liebe hingezogen hat. Jetzt kann sie es allerdings kaum erwarten, zurück an die Peene zu ziehen. „Hier wohnt meine Familie, die ich dann zu Fuß besuchen kann. Die Wohnung ist schön gelegen. Hier bin ich richtig“, sagte sie schon mal voller Vorfreude.