ALPAKAS IN DUCHEROW

Das sind die neuen Maskottchen des Bundespräsidenten

Die ersten Fotos des präsidialen Besuches von Frank-Walter Steinmeier in Vorpommern zeigten zwei Alpakas aus Ducherow, die in der Region Bekanntheit genießen. Hier unser Beitrag aus dem Nordkurier-Archiv.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
So einen Empfang hat der Bundespräsident wohl kaum erwartet. Die Ducherower Alpakas gehörten zum Empfangskomitee
So einen Empfang hat der Bundespräsident wohl kaum erwartet. Die Ducherower Alpakas gehörten zum Empfangskomitee Christian Johner
Sie sind wohl Ducherows wuscheligste Bewohner: Alf (weiß) und Ali-Herrmann.
Sie sind wohl Ducherows wuscheligste Bewohner: Alf (weiß) und Ali-Herrmann. Anne-Marie Maaß
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alpakas ducherow (6).JPG Anne-Marie Maaß
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alpakas ducherow (7).JPG Anne-Marie Maaß
Die Wolle der beiden Alpakas will Regina Spaude für die Handarbeit nutzen.
Die Wolle der beiden Alpakas will Regina Spaude für die Handarbeit nutzen. Anne-Marie Maaß
Auch Nordkurier-Praktikantin Charlotte macht die Alpaka-Fütterung sichtlich Spaß. Rainer und Regina Spaude haben sich mit den Tieren einen kleinen Traum erfüllt.  Fotos: Anne-Marie Maaß
Auch Nordkurier-Praktikantin Charlotte macht die Alpaka-Fütterung sichtlich Spaß. Rainer und Regina Spaude haben sich mit den Tieren einen kleinen Traum erfüllt. Fotos: Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Ducherow.

Wär hätte gedacht, dass diese beiden mal die zu den Vorzeige-Ducherowern gehören werden, wenn der Bundespräsident zu Gast ist. Denn in ihren ersten Wochen in Ducherow - im Frühjahr 2017 - gucken Alf und Ali-Herrmann etwas skeptisch, wenn sich Besuch am Gartenzaun nähert. Doch sobald die Pellets im Plastikeimer klappern, kommt auch schon Bewegung auf. Seit Ostern versuchen Rainer und Regina Spaude, langsam die Beziehung zu ihren neuen Mitbewohnern aufzubauen. Mit den beiden Alpakas haben sich die Ducherower einen kleinen, aber wuscheligen Traum erfüllt.

Vor gut vier Jahren begann für das Ehepaar aus Vorpommern eine ganz besondere Liebe: Im Urlaub mit dem Enkel in Österreich besuchten sie eine Alpaka-Farm. „Wir waren sofort vernarrt in die Tiere“, sagt Regina Spaude. Schon damals hatten sie sich über die Haltung informiert. „Der Züchter hat uns von Anfang an Mut gemacht“, sagt Rainer Spaude.

Zurück in der Heimat reifte dann der Plan, und die Spaudes schauten sich nach regionalen Alpaka-Haltern um. In der nördlichen Uckermark wurden sie schließlich fündig. In Arendsee bietet man dort sogar Kurse zum Umgang mit den Tieren an. Den besuchten sie, und von da an gab es für die Ducherower keine Zweifel mehr. Im vergangenen Jahr begann Rainer Spaude, die Ankunft der neuen Haustiere vorzubereiten. Er säte eine spezielle Mischung aus Gras und Kräutern auf der Koppel hinter dem Haus aus, setzte einen Alpaka-sicheren Zaun und begann, den Stall zu bauen. Alles, um beste Bedingungen für die ursprünglich aus Südamerika stammenden Tiere zu schaffen.

Alpakas werden bis zu 25 Jahre alt

Doch die dankten es den Vorpommern zunächst nicht unbedingt. Nachdem die Tiere sich am ersten Abend sogar schon am Halfter führen ließen, gingen die Tiere in den kommenden Wochen erst einmal auf Abstand. „Wir hatten uns das schon einfacher vorgestellt“, sagt Rainer Spaude. Inzwischen hat er sich noch ausführlicher mit dem Wesen der Alpakas beschäftigt und sich belesen. Denn die Tiere sind keinesfalls dumm. „Sie merken jede kleine Unsicherheit. Da sollte man sich als Besitzer ganz genau überlegen, wie man was mit ihnen macht“, sagt er.

Die Stimmung auf der Wiese in Ducherow wird jetzt aber von Tag zu Tag besser. „Wir müssen uns selbst wahrscheinlich einfach noch mehr in Geduld üben“, sagt der Ducherower. Das habe er von den Tieren bereits gelernt. Immerhin: Bis zu 25 Jahre können die beiden Jungs auf seiner Koppel alt werden, da bleibt noch viel Zeit zum Kennenlernen. Bislang sei es eben auch ein Erfolg, dass Alf und Ali-Hermann ihren neuen Besitzern ohne große Scheu die Pellets aus der Hand fressen.

Was das Fressen betrifft, sind die beiden Kumpels übrigens ebenfalls ziemlich speziell. Sie fressen nur Gras, Heu oder eben eine gute Handvoll Spezialfutter am Tag. Wenn man den Tieren etwas Gutes tun wolle, halte man sich auch besser an diese aus menschlicher Sicht etwas karg wirkende Menüfolge. „Sie sind in der Wildnis im südamerikanischen Hochland ja nichts anderes gewohnt“, erklärt Spaude. Klar seien da die Kita-Kinder mit ihrer Tagesmutti etwas traurig darüber gewesen, mit dem mitgebrachten Brot nicht punkten zu können – doch die Enten auf dem Teich hätten sich anschließend wohl genauso gefreut.

Socken aus Alpakawolle

Alf und Ali-Herrmann sollen sich nun erst einmal weiter an ihre neue Umgebung gewöhnen. Rainer Spaude träumt derweil schon von gemeinsamen Spaziergängen am Halfter.

Regina Spaude interessiert sich dagegen eher für die Wolle. Handarbeit ist ihr Hobby. Vom Spinnen bis zum Stricken macht sie alles selbst – künftig soll das nun auch mit der Alpakawolle geschehen. Einen ersten Fan gibt es auch schon: Der Enkel habe sich bereits ein Paar Socken, bestellt, sagt Regina Spaude. Zum ersten Mal auf der Wiese sehen können wird er die Alpakas im kommenden Urlaub bei Oma und Opa.

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