Deutscher Nachbarschaftspreis 2018

:

Preisgeld soll Demokratiebahnhof durch den Winter bringen

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Liv Sommer nahm den Preis von Maria Loheide (Vorständin Sozialpolitik, Diakonie Deutschland) entgegen.
Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Liv Sommer nahm den Preis von Maria Loheide (Vorständin Sozialpolitik, Diakonie Deutschland) entgegen.
Christian Klant

Wieder mal gibt es ein Preisgeld für den Demokratiebahnhof in Anklam. Doch was soll nun mit den 9000 Euro passieren?

Die Mitarbeiter des Demokratiebahnhofs in Anklam konnten sich am Mittwochabend ausgiebig freuen. Mit dem zweiten Platz beim bundesweiten Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 gingen ganze 7000 Euro an das Jugendzentrum. Kurz davor konnte der Jugendtreff bereits 2000 Euro beim Landessieg ergattern. Klara Fries und Liv Sommer waren zur Preisverleihung in Berlin vor Ort und nahmen den Preis entgegen. Ihr Kollege Marten Lifson freute sich von Anklam aus mit: „Ich habe nicht damit gerechnet, wir sind sehr spät eingestiegen.“ Die anderen Teilnehmer hätten zu der Zeit schon einige Stimmen für sich gesammelt.

Das Geld soll nun für Barrierefreiheit auf den Toiletten und für die laufenden Kosten des Projekts eingesetzt werden. Vor allem, weil Heizung und Wasser im Winter enorme Kosten mit sich bringen würden, heißt es. Außerdem soll das Jugendzentrum in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen „aufgehübscht“ werden, meint Lifson. Für die Sanierung des Bahnhof-Anbaus, die bis zum Frühjahr des nächsten Jahres läuft, soll es allerdings weiterhin eine Spenden-Sammelaktion geben. Wann diese Kampagne startet, ist allerdings noch nicht bekannt.

Glückwünsche aus der Politik

Positive Rückmeldungen zur Preisverleihung gab es auch von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Gerade die letzten Tage haben gezeigt, dass wir aktiv für eine offene und demokratische Gesellschaft eintreten müssen. Wir brauchen engagierte Jugend- und Kulturarbeit, Begegnungs- und Mitmachmöglichkeiten. Für all das steht der Demokratiebahnhof in Anklam in besonderer Weise. Ich gratuliere sehr herzlich zur Auszeichnung mit dem Nachbarschaftspreis 2018. Sie ist hochverdient“, erklärte sie.

Auch der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann äußerte sich dazu: „Anklam kann stolz auf seinen Demokratiebahnhof sein. Es ist großartig, dass die dort geleistete Arbeit bundesweite Anerkennung findet. Alle Betreuerinnen und Betreuer und alle Jugendlichen, die regelmäßig den Bahnhof besuchen und mit Leben erfüllen, sind Gewinner.“