EINSATZZAHLEN STEIGEN

Der Anklamer Feuerwehr fehlen mehr als 40 Kameraden

Die Zeiten, in denen es bei der Jahresversammlung der Anklamer Wehr heiß herging, sind vorbei. Zum Glück, könnte man sagen, denn die Aufgaben, die vor Rettern und Verwaltung liegen, sind enorm. Obwohl es eigentlich zu wenig Feuerwehrleute gibt, ist die Wache zu klein.
Zur Jahreshauptversammlung kamen knapp 30 Mitglieder der Anklamer Feuerwehr im Versammlungsraum zusammen. Ein Stockwerk tiefer
Zur Jahreshauptversammlung kamen knapp 30 Mitglieder der Anklamer Feuerwehr im Versammlungsraum zusammen. Ein Stockwerk tiefer – in den Fahrzeughallen – wird der Platz schon knapp. Anne-Marie Maaß
Anklams Wehrführer Heiko Laß machte auch auf Probleme aufmerksam.
Anklams Wehrführer Heiko Laß machte auch auf Probleme aufmerksam. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Ein einsatzreiches Jahr liegt hinter den Anklamer Feuerwehrleuten. Insgesamt 180 Mal mussten sie 2019 ausrücken. Das sind immerhin 32 Einsätze mehr als noch im Jahr zuvor. Im Langzeitvergleich: Vor zehn Jahren wurden die Kameraden nur halb so oft zum Einsatz gerufen.

Leichter Zuwachs bei den Mitgliedszahlen

Die brachiale Trockenheit des Sommers, viele Ölspuren und Unwetter haben unter anderem für mehr Arbeit gesorgt, resümierte der Anklamer Wehrführer Heiko Laß am Wochenende bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Anklam. Alles in allem eine große Bürde für das Ehrenamt. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die Anklamer Truppe aktuell auf gerade mal 62 Einsatzkräfte für den aktiven Dienst zählt.

Erfreulich sei dabei, dass die Wehr somit drei Mitglieder mehr zähle, als noch im Jahr zuvor. Allerdings müssten die Anklamer laut Brandschutzbedarfsplanung auf 108 Kameraden für den Einsatz zurückgreifen können. Dass diese durchaus benötigt werden, zeigte sich etwa beim Brand in der Ölmühle. Zum Großeinsatz im Juli 2019 war die Anklamer Wehr nicht gut aufgestellt, konstatiert Laß. doch gleichzeitig hat die Anklamer Wehr akuten Platzmangel.

Fahrzeug muss ausgelagert werden

„Noch drei Leute mehr und wir müssten einen Aufnahmestopp verhängen“, macht Laß deutlich. Ein Unwetter im vergangenen Jahr habe zudem gezeigt, dass auch bei den Abstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge dringender Handlungsbedarf bestehe. Damals waren alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz. Allerdings ist es für eines davon am Standort an der Peene zu eng geworden – es wurde ausgelagert. Soll es nun zum Einsatz kommen, kostet das Pendeln wertvolle Zeit, so der Feuerwehrchef. Bürgermeister Michael Galander kündigte an, die Stadt wolle eine Behelfhalle errichten und parallel einen Neubau auf dem Gelände planen.

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