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Der gärige Geruch von Wahlbetrug

Am Sonntag erklärte Matthias Manthei seinen Austritt aus der AfD.
Am Sonntag erklärte Matthias Manthei seinen Austritt aus der AfD.
Daniel Bockwoldt

Nach der Bundestagswahl 2017 verlassen reihenweise AfD-Mitglieder ihre Partei, nun auch der Anklamer Matthias Manthei. Das riecht nach Wahlbetrug. Ein Kommentar.

Jetzt ist also auch der Austritt von Matthias Manthei amtlich. Nach den Landtagsabgeordneten Christel Weißig und Bernhard Wildt hat auch er hingeschmissen. Zumindest Wildt und Manthei waren keine kleinen Lichter der jungen Partei, die AfD-Vize Alexander Gauland gerne als „gärigen Haufen” betitelt. Damit hat er bislang jeden AfD-Abgang schöngeredet, zuletzt sogar den von Ex-Parteichefin Frauke Petry.

So einfach kann es sich die AfD allerdings nicht mehr machen. Der Abgang des Rechtsaußen Holger Arppe aus der Landtagsfraktion und die Neugründung der Fraktion „Bürger für Mecklenburg-Vorpommern” durch Manthei, Wildt, Weißig und Ralf Borschke sind mehr als nur Gärungserscheinungen. Gerade Mantheis Erklärung zeigt die Verwerfungen innerhalb der AfD deutlich auf.

Manthei, Petry & Co. müssen sich allerdings vorwerfen lassen, bis zur Bundestagswahl stillgehalten zu haben. Dass die vermeintlich Gemäßigten erst jetzt die Reißleine gezogen, kommt einem Betrug am Wähler gleich. Vor allem aber ist nun der Weg frei für die nationalistischen Kräfte in der AfD.

Kommentare (1)

@Ich-Eben. Das ist nicht "meine Familie" habe sie auch nicht als meine bezeichnet ! Wohin wurde meine vorherige Antwort darauf "entsorgt"???