HUNDESTEUER

Der treue Begleiter wird in Anklam teurer

Der Hund als wichtiger Bezugspunkt des Menschen im Corona-Jahr? Nicht alle Fraktionen wollten deshalb bei der Hundesteuer die Preisschraube anziehen.
Hundehalter müssen in Anklam ab 2021 mehr zahlen.
Hundehalter müssen in Anklam ab 2021 mehr zahlen. Archiv
Anklam ·

Jetzt steht es fest: Hundehalter müssen ab dem neuen Jahr mehr Steuern für ihr Haustier in Anklam zahlen. Die Stadtvertreter haben in ihrer letzten Sitzung 2020 noch für eine entsprechende Änderung der Hundesteuersatzung gestimmt – allerdings nicht ohne Diskussion.

So fordert etwa CDU-Fraktionschef Steffen Göritz, auf die Erhöhung zu verzichten. Gerade jetzt, wo für viele Menschen in der Corona-Zeit soziale Distanz gelte, sei der Hund oftmals ein wichtiger Bezugspunkt, argumentierte er. Zudem befinde sich Anklam mit den bisherigen Steuersätzen bereits im Mittelfeld zu vergleichbaren Kommunen. Eine erneute Anpassung sei auch aus dieser Sicht nicht notwendig, sagte Göritz.

Anders sah dies Linke-Fraktionschefin Monika Zeretzke. So sei gerade die Hundesteuer auch dazu da, um die Tierhaltung in der Stadt zu steuern, gerade bei den gefährlichen Rassen habe das angesichts der aktuellen Halterzahlen anscheinend gut funktioniert. Auch die Linke sei nicht unbedingt für Steuererhöhungen. Der Anhebung der Hundesteuer habe man aber indirekt bereits beim Haushaltsbeschluss 2020/21 im Frühjahr zugestimmt, erklärte Zeretzke.

Zwölf Euro mehr pro Jahr

Dies wieder zurückzuziehen, hätte auch Auswirkungen für die Stadtfinanzen. Außerdem sei aus ihrer Sicht eine Anhebung der jährlichen Abgaben für den ersten Hund um zwölf Euro für die meisten Halter wohl zu verschmerzen. Wer sein Tier liebe, müsse allein schon bei den Tierarztkosten ganz andere Summen bedenken, sagte sie.

Am Ende stimmten die Stadtvertreter mit zwölf Ja-Stimmen, fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung für die Erhöhung der Hundesteuer und somit für eine neue Satzung ab dem 1. Januar 2021.

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Kommentare (1)

An zusätzlicher Hundesteuer denn überhaupt verwendet?
Diese Information bleiben uns die Stadtvertretung und der NK mal wieder schuldig.

Kleiner Tipp : Eine Katze ist eh viel entspannter als ein Hund und (noch) steuerfrei.