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Die Elche und ihr Autobahn-Problem

Die A20 macht den Elchen offenbar zu schaffen, andersherum sind die Tiere eine Gefahr für Autofahrer. Wir erklären, warum das so ist und fassen in einer Karte alle aktuellen Elch-Sichtungen zusammen.

In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden immer wieder Elche gesehen. Für sie ist die Autobahn ein großes Hindernis.
Norkurier-Collage In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden immer wieder Elche gesehen. Für sie ist die Autobahn ein großes Hindernis.

Immer wieder werden Elche gemeldet. Dabei kommt es auch vor, dass die Tiere dem Straßenverkehr gefährlich nahe kommen. So wurde ein Elch direkt an der A20 nahe der Raststätte „Demminer Land“ gesehen, ein anderes Tier stieß bei Woldegk fast mit einem Bus zusammen. In Templin wurde am Freitag ein junger Elchbulle per Betäubungspfeil gestoppt.

Unsere Karte fasst die aktuellen Sichtungen von Elchen zusammen:

Die A20 steht von Jarmen im Norden bis kurz vor Neubrandenburg im Süden nahezu senkrecht in der Landschaft. Und stellt sich samt ihrer Wildschutzzäune als nur schwer zu überwindende Barriere für die Elche dar. Sogenannte Wildbrücken existieren in diesem Abschnitt nicht – und die wenigen Durchlässe erweisen sich meist als zu klein für die hochbeinigen Elche.

Elche suchen sich ihren Weg

Kein Wunder also, dass sie auf ihrer Reviersuche gen Westen immer wieder an der Ostseeautobahn aufkreuzen und dann längs zu den Fahrtrichtungen diese ablaufen. Wobei selbst dabei häufig Zäune und Ortschaften im Wege stehen.

Die zahlreich vorhandenen Überfahrungen für Autos dürften die Elche angesichts der unnatürlichen Anstiege samt ihrem Asphalt und teils Schutzplanken wohl meiden, sodass im Prinzip nur ganz wenige Punkte übrig bleiben, die für einen Wechsel auf die andere Seite geeignet erscheinen.

Gefahr für Autofahrer

Heutzutage wirkt genau der Fahrzeugverkehr als größtes Konfliktpotenzial zwischen Mensch und Elch. Beim Zusammenstoß mit einem solchen Tier drohen nämlich enorme Schäden für Auto und Insassen. Immerhin bringt es ein ausgewachsener Bulle locker auf mehr als eine halbe Tonne Gewicht, und selbst ein Jungtier lässt die heimischen Wildarten in dieser Hinsicht deutlich im Schatten stehen.

Hinzu kommt der weiter oben liegende Schwerpunkt als Risikofaktor. Für beide Seiten unglücklicherweise gepaart mit einer meist mangelnden Furcht der Elche. Schließlich besitzen sie hierzulande keine natürlichen Feinde, nahende Autos und Personen scheinen ihnen daher bisher nur wenig auszumachen.

Kommentare (1)

in unserem schönen Meckpomm, aber nur eine Hand voll Elche. Man könnte es auch umgekehrt sehen: die Autos sind eine Gefahr für die Elche.