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Die nächste unangekündigte Baustelle

Straßenbauarbeiten auf der B 109 bei Klein Bünzow: Erst wird die oberste Aspahltschicht abgefräst, dann kommt die neue Schicht.
Straßenbauarbeiten auf der B 109 bei Klein Bünzow: Erst wird die oberste Aspahltschicht abgefräst, dann kommt die neue Schicht.
Oliver Wunder

Auf der Bundesstraße 109 zwischen Anklam und Greifswald stockt es. Straßenbauarbeiter und eine Baustellenampel beherrschen die Strecke. Erneut gibt es vorher keine Ankündigung der Baustelle. Liegt es wieder an der Vergesslichkeit des Bauunternehmens?

Nur wenige Wochen hatten die Autofahrer zwischen Anklam und Greifswald freie Fahrt. Jetzt stockt es schon wieder auf der B 109. Dabei gab es erst von Ende September bis Ende Oktober im ersten Bauabschnitt eine 700 Meter lange Baustelle zwischen Klein Bünzow und dem Karlsburger Holz, verbunden mit einer halbseitigen Streckensperrung. Seit Montag gehen die Bauarbeiten ab dem bereits sanierten Teilstück in Richtung Klein Bünzow weiter. Nur: Wieder gab es vorher keine vorgeschriebene Ankündigung.

Ralf Sendrowski, Amtsleiter des Straßenbauamts Stralsund, zeigte sich überrascht, dass selbst auf der Internetseite www.strassenbauverwaltung.mvnet.de des Straßenbauamts mit allen aktuellen Baustellen die B 109 nicht eingetragen ist. Dabei sind Bauunternehmen und Ämter dazu verpflichtet, Straßenbauarbeiten in der Presse anzukündigen. Bereits beim ersten Teilabschnitt der B 109 hatte das ausführende Unternehmen Eurovia die Ankündigung vergessen. Bei zukünftigen Baumaßnahmen wolle man darauf genau acht geben, hieß es damals. Doch wieso gab es schon wieder keine Meldung? Dazu mochte sich kein Verantwortlicher von Eurovia gegenüber dem Nordkurier äußern.

Bis zum 22. November soll alles fertig sein

Und wieso gibt es schon wieder Bauarbeiten auf der B 109? Auf einer Länge von 1,2 Kilometern zwischen dem Abzweig Pamitz bis zu der Kreuzung Klein Bünzow und Groß Bünzow erneuern Straßenbauarbeiter die Straßendecke. Dazu fräsen sie die oberste vier Zentimeter dicke Schicht ab und asphaltieren sie ab Ende dieser Woche neu. Wieder kommt kommt es daher zu halbseitigen Sperrungen des Streckenabschnitts. Bis 22. November soll aber alles fertig sein, wenn das Wetter mitspielt und es nicht zu nass ist oder zu kalt wird.

Die Baustelle ist Teil einer großen Sanierung der Strecke, die für die Bauarbeiten in drei Teilabschnitte eingeteilt ist. Jetzt geht es an den zweiten Abschnitt. Mit dem letzten Abschnitt soll es aber im nächsten Jahr weitergehen, weil die Temperaturen es erst im Frühjahr wieder erlauben, zu bauen. Im Frühjahr 2014 soll dann ab Klein Bünzow bis Ziethen weiter gemacht werden. Bis Ende Mai wolle man fertig sein.

Und auf die Sorgen der Autofahrer soll auch geachtet werden: „Die Feiertage Ostern und Pfingsten sollen dadurch nicht beeinträchtigt werden, darauf wird Rücksicht genommen“, versichert Ralf Sendrowski. Bleibt nur zu hoffen, dass es dann auch eine rechtzeitige Ankündigung gibt.