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Braut Janine Hochheim und Bräutigam Franz-Robert Liskow haben in Greifswald geheiratet. Gabriel Kords
Vorne setzen Janine Hochheim und Franz-Robert Liskow die Säge an ihr frisch vermähltes Glück an, hinten feixen die Väter Egbert Liskow (r.) und Jörg Hochheim. Fotos: Gabriel Kords
Vorne setzen Janine Hochheim und Franz-Robert Liskow die Säge an ihr frisch vermähltes Glück an, hinten feixen die Väter Egbert Liskow (r.) und Jörg Hochheim. Gabriel Kords
Flitterwochen mitten im Wahlkampf

Die schwärzeste Hochzeit Vorpommerns

Janine Hochheim und JU-Landeschef Franz-Robert Liskow haben geheiratet – und zwar innerhalb der schwarzen CDU-Familie. Vater Liskow ist CDU-Kreischef und Landtags-Abgeordneter, Vater Hochheim ist Greifswalds Vize-OB. Da kann doch nichts mehr schief gehen. Oder doch?
Greifswald

Eigentlich legt das Sprüchlein „Freund, Feind, Parteifreund“ Politikern ja nahe, sich von den Partei-Kollegen lieber in kühler Distanz zu halten. Doch Franz-Robert Liskow, Landeschef der CDU-Jugendorganisation „Junge Union“ (JU), und Janine Hochheim bilden da offensichtlich eine Ausnahme. Denn die beiden jungen CDU-Mitglieder traten jetzt in Greifswald sogar gemeinsam vor den Traualtar.

Es dürfte das Ereignis dieses Sommers in Greifswalds „High Society“, zumindest aber in Parteikreisen, sein – denn Braut und Bräutigam sind jeweils schon die zweite Generation CDU: Beide haben starke Väter in der Partei.

Egbert Liskow ist CDU-Kreischef von Vorpommern-Greifswald und sitzt zudem seit elf Jahren im Landtag, wo er unter anderem bildungspolitischer Sprecher ist. Brautvater Jörg Hochheim ist Bausenator und Vize-Oberbürgermeister in Greifswald, zudem Chef im Kreis-Finanzausschuss. Er wird als heißer Kandidat für den nächsten Greifswalder Oberbürgermeister oder den nächsten Landrat in Vorpommern-Greifswald gehandelt.

Ob die Vermählung ihrer Kinder die beiden Väter künftig enger zusammenschweißt, ist ungewiss – denn aus Parteikreisen heißt es, sie seien unterschiedlichen Flügeln innerhalb der Greifswalder CDU zuzurechnen.

Sohn Liskow und Gattin gelten indessen politisch noch als unbeschriebene Blätter. Liskow junior blieb bislang allenfalls mit dem Vorschlag in Erinnerung, den Greifswalder Karl-Marx-Platz in „Helmut-Kohl-Platz“ umzubenennen. Vor einigen Jahren beichtete er der verblüfften Öffentlichkeit zudem, er habe einen Schuhtick.

Für das frisch vermählte Paar bleibt zu hoffen, dass die Hochzeit nicht umgehend für Unmut in Parteikreisen sorgt: Flitterwochen mitten im Wahlkampf – das könnte so manchen in der Partei verärgern.

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