SAISONSTART

Die Stolper Fähre ist bereit zum Einsatz

Mit den Lockerungen der Corona-Regeln soll auch in Stolpe wieder mehr Leben einkehren. Besucher werden in der Gastronomie und auf der Fähre erwartet, die dann zum ersten Mal in diesem Jahr wieder über die Peene übersetzt.
Fährmann Christian Hahn wirft noch mal einen prüfenden Blick auf den Motor der Fähre.
Fährmann Christian Hahn wirft noch mal einen prüfenden Blick auf den Motor der Fähre. Anne-Marie Maaß
Eckhard Herrmann bei der Reparatur des Mönches am Klostergarten.
Eckhard Herrmann bei der Reparatur des Mönches am Klostergarten. Anne-Marie Maaß
Stolpe.

Die Stolper Fähre lag zuletzt noch verzurrt am Anleger. Auf den ersten Einsatz in diesem Jahr musste das Gefährt aufgrund der Corona-Krise bislang noch warten. Kurz vor Ostern wurde die Fähre an ihren angestammten Liegeplatz geschleppt – jetzt soll die Saison jedoch endlich starten. Seit Samstag tritt Christian Hahn wieder seinen Dienst als Fährmann an. Ebenfalls am Samstag will auch der Stolper Fährkrug dann wieder seine ersten Gäste begrüßen. Vorerst bedarf es dazu jedoch einer Anmeldung.

Neue Bertiebserlaubnis bis 2024

Gemeindearbeiter Hahn hat in dieser Woche noch allerhand zu tun, ehe er wieder tagtäglich zusammen mit seinem Kollegen Gäste über die Peene schippern kann. Das Gras auf der Wiese am Peene-Ufer muss noch einmal gemäht werden und auch die schwere Kette der Fähre ist noch befestigt. Ansonsten ist die Fähre jedoch startklar und TÜV-geprüft. Bis zum Jahr 2024 liegt nun erst einmal die Betriebserlaubnis vor. Wegen der damit verbundenen Kosten stand die Fährverbindung für Wanderer und Radfahrer lange auf der Kippe. Vor rund vier Wochen wurde das Schiff von der Werft in Anklam nach Stolpe transportiert.

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Auch Vandalismus-Schäden beseitigt

Bevor die ersten Gäste kommen konnten, hatte sich vergangene Woche bereits ein fremdes Kennzeichen in den Ort „verirrt”. Eckhard Herrmann war jedoch keineswegs als Tourist angereist, sondern mit einem klaren Arbeitsauftrag ausgestattet.

Aus der Hand des Künstlers stammen die Kupfermönche, die an allerlei Stellen im Dorf platziert sind. Einer seiner Betbrüder war nun jedoch reparaturbedürftig. Der Mönch mit der kleinen Pflanze und der Schippe in der Hand, der am Klostergarten seinen Platz hat, fiel nach dem Stolper Hafenfest Vandalismus zum Opfer. Mit roher Gewalt wurden Teile der Pflanze und seines Werkzeugs abgebrochen. Ein Makel, der nun wieder beseitigt wurde. Herrmann hatte dafür in seinem Atelier die fehlenden Teile bereits vorbereitet und lötete diese gestern am Standort in Stolpe an. Zusätzlich wurde die Ansatzstelle von ihm anschließend noch mit Hammerschlägen gehärtet, um einen erneuten Schaden möglichst vorzubeugen.

„Es war das erste Mal, dass eine meiner Skulpturen überhaupt Schäden davon trug“, erzählt der Brandenburger. Er hofft nun, dass dies auch der letzte Reparatureinsatz dieser Art in Stolpe war.

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