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Überladenes Moped

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Zu Dritt auf einer Simson durch Wolgast

Ein erwachsener Mopedfahrer chauffiert offenbar seine beiden Kinder Richtung Usedom.
Ein erwachsener Mopedfahrer chauffiert offenbar seine beiden Kinder Richtung Usedom.
Tilo Wallrodt

Was tut man nicht alles für die Familie? Jede Menge, wie ein Simson-Fahrer beweist. Er hat offenbar seine beiden Kinder auf einen Ausflug mitgenommen. Ob sein Moped das bis zum Ziel ausgehalten hat, ist nicht bekannt.

Dieser Mopedfahrer scheint offenbar noch Platz zu haben. Obwohl das Moped vom Typ „Simson S 51” offiziell nur über zwei Sitzplätze verfügt, wollte er am Mittwoch um kurz nach 13 Uhr offenbar eines der Kinder nicht im Regen stehen lassen – und nahm beide mit.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten schoben sie das Moped mit ganzer Manneskraft an, um dann zu dritt von Wolgast Richtung Usedom zu fahren. Es ist klar zu erkennen, dass ganz vorn ein noch recht junges Kind sitzt, wohingegen der hintere Mitfahrer etwas älter, aber immer noch jugendlich zu sein scheint. In der Mitte: Der wahrscheinliche stolze Chauffeur.

80 Euro und ein Punkt in Flensburg

Dass jeder der drei einen Helm trug und der hintere von ihnen sogar per Handzeichen die Richtungswechsel anzeigte, hilft dennoch nicht: Der Fahrer der Simson verstößt mit seinem Mini-Taxi auf zwei Rädern gegen die Pflichten eines Fahrzeugführers, wie Polizeisprecher Axel Falkenberg sagt. Bei einer „nichtvorschriftmäßigen Besetzung”, wie sie im konkreten Fall vorliegt, sind immerhin 80 Euro und 1 Punkt im Flensburger Verkehrssünderregister fällig.

Kann man nur hoffen, dass die drei ihr Ziel schon erreicht haben und das Moped nicht während der Fahrt wegen Überlastung zu streiken begann.

Kommentare (3)

In der DDR wäre sowas kein Problem gewesen, aber hier muckieren sie sich wegen jeden Kleinkram. Alle 3 trugen einen Integralhelm. Das Gesamtgewicht der Simson kann noch viel mehr ab, so lange die Stoßdämpfer noch frisch sind. Und die Anschnallpflicht "Gott sei Dank" die gibt es da auf dem Simi noch nicht.

gut kommentiert. ach was waren das doch noch für zeiten. ich haben es zu fünft und andere sogar zu sechst auf dem moped geschafft. und wir leben alle noch. sollen sich mal nicht so anstellen:-)

Da in der Ferienzeit der öffentliche Überlandverkehr gegen Null tendiert und die Bahn auf Usedom nur die Küstengemeinden ansteuert, bleibt nichts übrig als auf gute deutsche Wertarbeit (Simson) zurückzugreifen.