B110

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Droht nach dem A20-Loch das nächste Straßen-Desaster?

Die Bundesstraße 110 vor der Zecheriner Brücke stand zuletzt immer wieder unter Wasser. Das Straßenbauamt Neustrelitz sieht aber derzeit keine große Gefahr.
Die Bundesstraße 110 vor der Zecheriner Brücke stand zuletzt immer wieder unter Wasser. Das Straßenbauamt Neustrelitz sieht aber derzeit keine große Gefahr.
Anne-Marie Maaß

Der Weg zur Insel Usedom auf der B110 ist eine der wichtigsten Straßen in MV. Aber die Trasse ist in keinem guten Zustand. Auf der Insel wächst die Angst.

Kurz vor dem Beginn der Urlaubssaison in Mecklenburg-Vorpommern schlägt die Insel Usedom Alarm. Grund ist der schlechte Zustand der Bundesstraße 110 vor der Zecheriner Brücke – eine der beiden Zufahrtsmöglichkeiten zur Insel.

Karl-Heinz Schröder, Vorsteher des Amtes Usedom-Süd, sagte am Donnerstag bei einer Veranstaltung der IHK Neubrandenburg, dass es höchste Zeit sei, dort zu handeln, bevor Usedom ein ähnliches Desaster erlebe wie auf der A20. „Wenn die Straße dort wegbricht, hat es eine Vollsperrung zur Folge. Und dann bricht hier das Verkehrschaos aus“, sagte Schröder.

B110 mehrfach überspült

Die Bundesstraße 110 an der Zecheriner Brücke ist in jüngster Vergangenheit mehrfach überspült worden. Die Überflutung wird in Zusammenhang gebracht mit der Wiedervernässung von Flächen in dem Bereich, die die Erdgasfirma Nordstream als Ausgleichsprojekt für ihre Pipeline vor gut drei Jahren begonnen hatte. Nordstream hatte diesen Zusammenhang bisher immer abgestritten.

Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, sieht indes derzeit keine Gefahr und begründet dies mit den Maßnahmen, die seine Behörde dort umgesetzt hat. Der kritische Bereich etwa 350 Meter vor der Zecheriner Brücke sei zum Beispiel um bis zu 35 Zentimeter angehoben worden. Er kündigte an, dass die B110 dort in den nächsten drei Jahren in drei Bauabschnitten von jeweils 800 Metern erneuert werden soll.