In Ducherow hat die Gemeindevertretung grünes Licht für einen Solarpark gegeben.
In Ducherow hat die Gemeindevertretung grünes Licht für einen Solarpark gegeben. Jens Büttner
Energie

Ducherow stimmt für Solarpark

Das Thema Solarenergie beschäftigt nach wie vor gleiche mehrere Gemeinden im Anklamer Umland. In Ducherow gibt es nun nun grünes Licht für einen neuen Solarpark.
Wusseken

Fotovoltaikanlagen bleiben in den Gemeinden rund um Anklam ein Diskussionspunkt. Die Gemeindevertretung in Ducherow (Vorpommern-Greifswald) hat jetzt der Errichtung einer Anlage durch die Firma Anumar bei Neudorf A entlang der Bahntrasse zugestimmt. Insgesamt 60 Hektar sollen dort mit Solarflächen bebaut werden. „Wir haben zuvor den Ortsvorsteher nach der Stimmung im Dorf zum Thema gefragt und keine Einwände erfahren. Außerdem soll die Anlage ja doch sehr weit von den Gebäuden entfernt entstehen“, erklärt Bürgermeister Bernd Schubert.

Weiteres Verfahren angeschoben

Für die bayrische Firma Anumar ist es somit der zweite erfolgreiche Teilschritt in der Region. Nach großen Diskussionen um den Mega-Solarpark, der beim Anklamer Ortsteil Stretense geplant wird, fand das Unternehmen zuletzt bereits eine knappe Zustimmung in der Anklamer Stadtvertretung für sein Projekt. Dort ist nun bereits die erste Veröffentlichung des gefassten Aufstellungsbeschlusses erfolgt. Das weitere B-Plan-Verfahren wurde somit angeschoben. Im Zuge des Verfahrens sollen auch die Bürger noch weitere Informationsmöglichkeiten sowie die Gelegenheit zur Stellungnahme zum Projekt erhalten.

Interessantes Geschäftsmodell

Veränderungen wurden derweil in dieser Woche auch für den Solarpark auf dem ehemaligen Kieswerkgelände bei Sarnow verkündet. Dort hat sich die Firma Greenpeace Energy nun die erzeugte Solarenergie gesichert. Aus dem Kraftwerk bei Wusseken sollen so nun rund elf Gigawattstunden jährlich direkt an die Energiegenossenschaft fließen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Ab Juli 2021 entfalle damit auch die Förderung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz. Dies sei auch im Hinblick auf noch neu zu errichtende Anlage zukünftig ein interessantes Geschäftsmodell, heißt es von Greenpeace Energy. So könnten mit entsprechenden Rahmenverträgen Solarparks auch ohne staatliche Förderung zu wirtschaftlichen Konditionen betrieben werden. „Das führt zu mehr sauberem Strom auf dem Markt und weniger CO²-Ausstoß“, wirbt das Unternehmen. Der Vertrag mit dem Solarpark bei Wusseken sei zudem langfristig bis zum Jahr 2026 abgeschlossen worden.

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