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Ducherower Bahnhof wird wieder versteigert

Fahrgäste steigen hier schon lange nicht mehr ein und aus.
Fahrgäste steigen hier schon lange nicht mehr ein und aus.
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Er ist alt, sanierungsbedürftig und unter Denkmalschutz steht er auch noch. Deshalb will niemand den Ducherower Bahnhof haben. Jetzt kommt er zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate unter den Hammer.

Den Ducherower Bahnhof hat offenbar niemand gern. Dabei hat er fast 100 Jahre lang den Reisenden ein Zwischendomizil geboten. Doch seit mehr als einem Jahrzehnt steht er schon leer und fristet ein trauriges Dasein. Knapp 2600 Quadratmeter groß ist das Grundstück, auf dem der um 1910 gebaute Bahnhof steht. Ja, es muss viel saniert werden, Heizung-, Sanitär und Elektroanlagen sind hinüber, auch Decken haben Löcher. Es ist eben ein altes Haus.

Wer Phantasie, genügend Enthusiasmus und Kraft hat, kann daraus dennoch einiges machen. Ein alter Bahnhof hat so seine Reize – für Liebhaber allemal. Das dachte sich wohl auch jene Käuferin, die das Anwesen im vergangenen Sommer für 7000 Euro ersteigert hat. Doch nun haben sich ihre Pläne wohl geändert. Sie will es wieder loswerden. Jetzt liegt das Einstiegsgebot bei 4000 Euro. Ein echtes Schnäppchen, wie Kenner meinen.

Dennoch will die Gemeinde Ducherow auch diesmal nicht mitbieten. Dabei hatte Bürgermeister Bernd Schubert (CDU) im Sommer noch bedauernd gemeint: „Wenn es billiger wäre, hätten wir durchaus Interesse.“ Aber das ist nun vorbei. Pech für den Bahnhof. „Unsere Pläne haben sich geändert. Wir müssen dafür unser Geld zusammenhalten.“ Ein Bahnhof – und sei er noch so preiswert – verschlingt viele Euro. Es sei mit dem Kauf ja nicht getan. Sanierung, Renovierung, Instandhaltung, Unterhalt – die Liste ist lang, die Schubert aufzählt. „Nein, da sind wir endgültig raus.“

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