ERWIN SELLERING IN ANKLAM

Ein Ministerpräsident ganz unten

Ganz weit unten: Erwin Sellering ist abgestiegen in die Katakomben der Anklamer Schwimmhalle. Doch nicht nur die, sondern vor allem auch die Peenerobben beeindruckten den Ministerpräsidenten schwer. Und die hatten eine große Bitte.
Jörg Foetzke Jörg Foetzke
Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) einmal ganz unten: In den Katakomben der Anklamer Schwimmhalle schaut er quasi in ein Reich, das sonst nur wenigen Auserwählten zugänglich ist. Doch der Grund für seinen Besuch war ein anderer. Es ging um Geld.
Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) einmal ganz unten: In den Katakomben der Anklamer Schwimmhalle schaut er quasi in ein Reich, das sonst nur wenigen Auserwählten zugänglich ist. Doch der Grund für seinen Besuch war ein anderer. Es ging um Geld. Jörg Foetzke
Immer am trainieren, um bald wieder Pokale nach Hause zu holen: Die Anklamer Peenerobben findet man quasi immer im Wasser.
Immer am trainieren, um bald wieder Pokale nach Hause zu holen: Die Anklamer Peenerobben findet man quasi immer im Wasser. Jörg Foetzke
Anklam.

Mal ganz unten ankommen – das muss Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ausgerechnet in Anklam passieren. Allerdings wird das für den Mann an der Spitze Mecklenburg-Vorpommerns keine negativen Auswirkungen haben. Denn der Abstieg in die Katakomben der Anklamer Schwimmhalle spricht eher für Sellerings Neugier, die bei seinen Gastgebern vom Polizeischwimmverein (PSV) Anklamer Peenerobben auf positiven Boden fiel.

Vereinsvorsitzender Klaus Wils und Patrick Grose als „Fachangestelter für den Bäderbetrieb“ (früher hieß das einfach Bademeister)  erklärten dem Ministerpräsidenten die technischen Aspekte eines Schwimmhallenbetriebs. Und dabei stieg man mit dem prominenten Gast auch in die Kellerräume, in die ansonsten kaum ein Außenstehender Zutritt findet. Auch für einen profilierten Politiker wie Erwin Sellering offenbar eine ganz neue Erfahrung.

Positive Signale, aber keine Versprechungen

Doch weswegen Sellering nun wirklich nach Anklam kam, liegt den Peenerobben schon seit Jahren sehr am Herzen. An der 1968 gebauten Schwimmhalle hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen, so dass eine umfassende Sanierung notwendig ist. Die Kosten dafür werden gegenwärtig auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt als Halleneigentümer hat 450 000 Euro in Aussicht gestellt, doch schon seit Jahren stehen die Peenerobben, seit 2007 Betreiber der Schwimmhalle, in Schwerin auf der Matte, um Fördergelder loszuschlagen.

Und nun hat der Ministerpräsident ja nichts versprochen, aber die positiven Signale von seiner Seite waren nicht zu überhören. „Wenn die Planungen für die Sanierung vorliegen und alle Absprachen getroffen sind, sollte ein Sanierungsstart ab 2015 für die Schwimmhalle realistisch sein“, sagt Bürgermeister Michael Galander, der beim Besuch des Ministerpräsidenten nicht fehlen durfte.

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