DDR-FAHRZEUGE

Eine Halle voll mit Trabis, Wartburgs, Schwalben und Simsons

Davon haben Trabi-Freunde lange geträumt: In Quilow wird eine Halle eingeweiht, in der künftig jede Menge Ost-Autos stehen werden.
Auch Zweiräder werden in der Halle gezeigt.
Auch Zweiräder werden in der Halle gezeigt. ZVG/Trabbi Buggy Club
Die Halle ist randvoll mit Trabis und anderen Ost-Fahrzeugen.
Die Halle ist randvoll mit Trabis und anderen Ost-Fahrzeugen. ZVG/Trabbi Buggy Club
In der Werkstatt kann an den Ost-Autos geschraubt werden.
In der Werkstatt kann an den Ost-Autos geschraubt werden. ZVG/Trabbi Buggy Club
Viel Arbeit haben die Enthusiasten in die Halle gesteckt.
Viel Arbeit haben die Enthusiasten in die Halle gesteckt. ZVG/Trabbi Buggy Club
Auch ein Barkas gehört zur Sammlung.
Auch ein Barkas gehört zur Sammlung. ZVG/Trabbi Buggy Club
So wurde in der DDR gecampt.
So wurde in der DDR gecampt. ZVG/Trabbi Buggy Club
Anklam.

Es ist ein echter Meilenstein für die Trabi-Freunde in einem sonst so schwierigen Jahr. Immerhin mussten sie 2020 zum ersten Mal seit 25 Jahren wegen der Corona-Krise ohne ihr internationales Trabant-Treffen auf dem Anklamer Flugplatz auskommen.

Vor nunmehr 15 Jahren hatte sich der Verein „IfA Sammlung Quilow“ das Ziel gesetzt, am Vereinsstandort in Quilow eine Fahrzeugausstellung aufzubauen. Nun steht am 19. September die Eröffnung an. Hinter den Trabi-Leuten liegt damit ein langer Weg.

Verein investierte rund 100.000 Euro in die Halle

Die „Sandhalle“ mit rund 1600 Quadratmetern Fläche konnte der Verein im Jahr 2005 von einem Landwirtschaftsbetrieb erwerben. Die alte Halle in Quilow, die bereits seit 1994 der Trabbi-Buggy-Club als Vereinssitz nutzte, war damals schon für alle Vorhaben zu klein geworden. Der Plan, dauerhaft DDR-Fahrzeuge und Besonderheiten vom B 1000 bis zu Mopeds und Campinganhängern aus dieser Zeit einem Publikum zeigen zu können, war längst geboren. „Die neue Halle war dafür quasi ein Glücksfall für uns“, erinnert sich Vereinschef Jens Rüberg. Auch wenn diese in den kommenden Jahren noch viel Arbeit und Mühe bedeuten sollte.

Das zeigte sich schnell beim Sanierungsaufwand. Vor allem das marode Dach bereitete lange Jahre Kopfzerbrechen. Allein dafür hat die IFA-Sammlung am Ende rund 58.000 Euro aufbringen müssen. „Insgesamt haben wir wohl über die Jahre rund 100.000 Euro investiert“, schätzt Rüberg ein. Das Ergebnis könne sich nun aber sehen lassen, versichert er.

Halle hat Werkstattbereich und Hebebühne

Neben gesonderten Ausstellungen zu Zweirädern und Campingfahrzeugen bestimmen natürlich vor allem die verschiedensten Trabis die Halle. „Wir wollen einen Querschnitt der DDR-Fahrzeug-Produktion zeigen“, sagt der Vereinschef. Hinzu kommen dann noch Aufenthaltsmöglichkeiten, Sanitäreinrichtungen und auch ein Werkstattbereich samt Hebebühne, sodass in der Halle auch direkt beim Schrauben an den mittlerweile historischen Fahrzeugen über die Schulter geschaut werden kann.

All das können sich Interessierte am Samstag, den 19. September, genauer ansehen. Geplant sei zunächst ein kleiner Sektempfang gegen 17 Uhr, danach lade der Verein noch auf Freibier beim Trabbi-Buggy-Club ein – alles gemäß der vorgegebenen Corona-Richtlinien an der frischen Luft, versichert Rüberg. In die Halle können Besucher aber natürlich auch schauen und in kleinen Gruppen auch an einer Führung teilnehmen. Gegen 22.30 Uhr soll es dann über Quilow sogar noch ein großes Höhenfeuerwerk geben. Dieses sei eigentlich für das ausgefallene Trabi-Treffen bestellt gewesen und somit ein letztes Zeichen dieses besonderen Jahres für die Trabi-Leute.

„Wir sind dank der vielfältigen Unterstützung auch aus der Corona-Krise mit einem blauen Auge davon gekommen“, resümiert Rüberg. Die Einweihung der neuen Halle, die nun für gleich drei Vereine – dem Trabbi-Buggy-Club ’93, der „IFA-Sammlung Quilow“ und den „IFA-Gören-Ostdeutschland“ – eine zentrale Bedeutung hat, sei da durchaus ein versöhnlicher Abschluss.

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