SELTENE PFLANZENSORTEN

Eine Saatgutbörse mal ganz anders

Da die Tauschbörse im Anklamer Demokratiebahnhof nicht stattfinden kann, gibt es nun andere Möglichkeiten, an das besondere Saatgut zu kommen.
Bereits im vergangenen Jahr gab es so eine Saatguttauschbörse im Demokratiebahnhof Anklam.
Bereits im vergangenen Jahr gab es so eine Saatguttauschbörse im Demokratiebahnhof Anklam. Denny Kleindienst/Archiv
Anklam ·

Ostfriesische Felderbse, syrischer Romanasalat oder mexikanische Sonnenblume – diese Namen erklären, woher das Saatgut kommt und dass es nicht nur einige wenige Sorten von Gemüse oder Kräutern gibt. Einige davon sind jedoch mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Für den Erhalt sogenannter „alter“ und lokaler Sorten setzt sich seit Jahren der Hof Ulenkrug bei Demmin ein, indem er unter anderem zu Tauschbörsen einlädt.

Bereits im vergangenen Jahr gab es so eine Saatguttauschbörse im Demokratiebahnhof Anklam, bei welcher der Hof Ulenkrug verschiedene Sorten mitgebracht und zur freien Verfügung gestellt hatte, ganz nach dem Motto: „Saatgut ist Gemeingut“. Auch in diesem Jahr sollte es eine Tauschbörse geben. Da dies im Moment aufgrund der Corona-Krise jedoch nicht möglich ist, hat sich der Demokratiebahnhof eine andere Aktion einfallen lassen, um das Saatgut des Hofes an die Menschen zu bringen.

Eine Saatgutbox zum Mitnehmen

Bis zum 15. Mai gibt es in der Alten Stadtgärtnerei und im Blumenhaus Schröder in Anklam je eine Saatgutbox mit insgesamt 15 verschiedenen Sorten zum Mitnehmen, die im großen Garten des Hofes Uhlenkrug eingesammelt wurden. Eine weitere Tausch-Station befindet sich im Duft- und Tastgarten Papendorf im Lassaner Winkel. Dort kann auch eigens gezogenes Saatgut vorbeigebracht werden.

Generell kann auf so einer Börse eigenes Saatgut gegen anderes Saatgut getauscht werden. Wer keine eigenen Sämereien hat, gibt einfach eine kleine Geldspende. „Im letzten Jahr brachten sogar einige Leute Eier, kleine Bäume und Setzlinge zum Tauschen vorbei“, erinnert sich Isabell Schultz, Umweltpädagogin im Demokratiebahnhof. Nicht nur Interessierte aus Anklam seien an dem Tag vorbeigekommen, sondern auch viele Menschen aus der Region. Wer keine Möglichkeit hat, zu den Sammelstellen zu gelangen, dennoch Interesse an dem Saatgut hat, kann sich per E-Mail an [email protected] oder per Telefon unter 03971/2448474 melden.

 

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