KEINE PANIK

Kreissprecher mahnt wegen Elch auf Usedom zur Ruhe

Ein Elch wandert auf der Insel Usedom umher. Anwohner haben ihn bereits gefilmt. Der Kreissprecher rät, ruhig zu bleiben und verweist auf negative Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr.
Martina Schwenk Martina Schwenk
Ückeritz: Ein Elchbulle spaziert auf Usedom umher.
Ückeritz: Ein Elchbulle spaziert auf Usedom umher. Jessica Wolf
Usedom.

In Vorpommern ist erneut ein Elch unterwegs. Der junge Bulle wurde in den vergangenen Tagen mehrfach im Süden der deutsch-polnischen Insel Usedom gesichtet, wie Achim Froitzheim, Sprecher des Kreises Vorpommern-Greifswald, am Dienstag sagte. „Solange kein Gefährdungspotential bestünde, greife man auch nicht ein”, erklärte Froitzheim. Anwohner hatten das Tier in Ückeritz, Bansin und Ahlbeck gesehen und abgelichtet. Wo er als nächstes auftaucht bleibt abzuwarten.

Froitzheim sagte, in der Brunftzeit seien immer wieder junge Elchbullen auf der Suche nach neuen Revieren Richtung Westen unterwegs. Sie kommen aus Polen oder von der deutschen Oderseite, wo sich in den letzten Jahren kleine Herden niedergelassen haben. Fänden die Bullen keine paarungsbereiten Weibchen, kehrten sie meist wieder um. Der Nordkurier berichtete am Montag und zeigte erste Videoaufnahmen einer Anwohnerin. Bei einer Begegnung mit einem Elch wird generell geraten, Ruhe zu halten und Abstand zu bewahren.

Elch im vergangenen Jahr unterwegs

Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns kommt es inzwischen mehrfach jährlich zu solchen Elchbeobachtungen. 2017 zog ein Elch vom Süden in den Norden Usedoms und dann wieder zurück. Die Tiere kommen meist aus Populationen in Polen und dem Baltikum.

Zuletzt war ein Elch 2017 weiter südlich von Jägern auf Anordnung des Kreises sicherheitshalber betäubt und in einen Wildpark gebracht worden. Urlauber hatten ihn bereits gefüttert und waren ihm zu nahe gekommen, so dass Gefahr bestand, erklärte der Kreissprecher und riet dringend von solchen oder ähnlichen Aktionen ab.

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