ZIRKUS BEROLINA

▶ Elefanten knabbern Anklamer Bäume an

Nicht nur Elefanten, sondern auch Kamele, Pferde, Lamas und Artisten bringt ein Zirkus mit nach Anklam. Doch nur die Elefanten begaben sich auf einen Spaziergang durch die Stadt. Wir waren dabei...
Dickhäuter-Feinschmecker in der Hansestadt: Ein Elefant läuft durch Anklam und kostet auch mal von den angrenzenden
Dickhäuter-Feinschmecker in der Hansestadt: Ein Elefant läuft durch Anklam und kostet auch mal von den angrenzenden Bäumen. Dennis Bacher
Diese beiden Elefantendamen grasen derzeit am Anklamer Reeperstieg, wo der „Circus Berolina“ gastiert. Marcello Sp
Diese beiden Elefantendamen grasen derzeit am Anklamer Reeperstieg, wo der „Circus Berolina“ gastiert. Marcello Spindler steigt mit den Dickhäutern in die Manege. Dennis Bacher
Neben Ponys, Pferden und Lamas gehören auch Kamele zum Programm.
Neben Ponys, Pferden und Lamas gehören auch Kamele zum Programm. Dennis Bacher
Nachwuchs im Zirkus: Diese beiden Lama-Fohlen sind vor drei Wochen in Teterow zur Welt gekommen.
Nachwuchs im Zirkus: Diese beiden Lama-Fohlen sind vor drei Wochen in Teterow zur Welt gekommen. Dennis Bacher
Anklam ·

Drei Kamele machen es sich zur Mittagssonne im Schatten des großen Zirkuszeltes gemütlich. Beobachtet werden sie dabei von zwei neugierigen Lama-Fohlen, die dem tierischen Tross seit drei Wochen angehören. Unterdessen nutzen die beiden afrikanischen Elefantendamen die Gelegenheit, bei einem Spaziergang den Stieg entlang, das Blattwerk von Bäumen der umliegenden Gärten zu kosten. Rund 50 Tiere, darunter Pferde, Ponys, Lamas, Kamele und Elefanten, grasen derzeit auf der großen Festwiese am Anklamer Reeperstieg, wo an diesem Wochenende der „Circus Berolina“ gastiert.

„Ein Zirkus ohne Tiere ist kein Zirkus”

Berolina, ehemals als Staatszirkus der DDR gegründet, ist seit vielen Jahren im Betrieb von Familie Spindler. Die Devise: „Ein Zirkus ohne Tiere ist kein Zirkus.“ Marcello Spindler ist Sohn einer der Geschäftsführer und wird in Anklam Teil des Programms sein. Wie er erklärt, verzichtet Berolina bei seiner aktuellen Tour auf Gastarbeiter sowie Artisten aus dem Ausland. „Alle Aufgaben werden aufgrund der Situation von der Familie übernommen.“ Dies gelte sowohl für die Arbeiten hinter der Kulisse als auch in der Manege.

„Wir sind ein Familienbetrieb, jeder beherrscht mehrere Darbietungen“, sagt Marcello Spindler. Er selbst wird am Wochenende von einem Elefanten mit einem sogenannten Schleuderbrett in die Luft katapultiert, ehe er einen Salto mortale drehen und auf dem zweiten Dickhäuter landen wird.

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300 statt 1200 Plätze verfügbar

Der Zirkus hatte seine Tournee bereits im März gestartet, nach zwei Wochen aber schon wieder abbrechen müssen. Auch die im April geplanten Vorstellungen in Anklam mussten ausfallen. Seit einigen Wochen tourt Berolina wieder durchs Land – mit einem Hygienekonzept im Gepäck, das auch in Anklam aufgelegt wird.

Um den Abstand einhalten zu können, wurde die Sitzplatzkapazität von 1200 auf 300 Plätze reduziert. „Lieber weniger Zuschauer als gar keine Einnahmen“, sagt Spindler. Eine Maske müsse beim Einlass getragen werden, dürfe aber am Platz abgenommen werden. Das Programm musste nicht verändert werden, wie Spindel deutlich macht. „Das Niveau bleibt weiterhin top!“

Für die Besucher könnte sich am Wochenende die Buchung einer Loge besonders lohnen, wie der Zirkus-Mann mitteilt. Logen würden aus Pandemie-Gründen nämlich nur an Familien und Personen eines Haushaltes vergeben und nicht wie gewohnt mit anderen Gästen aufgefüllt. „Wer also zum Beispiel in Begleitung bucht, wird die komplette Loge für sich und den Partner haben.“

Zu erleben sind Artisten und Tiere bei den Vorstellungen heute um 17 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr. Die Kassen sind jeweils ab 10 Uhr geöffnet.

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