Premiere

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Endlich brennt die Peene in Anklam wieder!

Zur Premiere gab es ein Geschenk von Bürgermeister Michael Galander (Mitte) an Wolfgang Bordel (rechts). Es handelte sich um ein Wahlplakat, das die beiden gemeinsam zeigte. Auch Staatssekretär Patrick Dahlemann sagte ein paar Worte.  
Zur Premiere gab es ein Geschenk von Bürgermeister Michael Galander (Mitte) an Wolfgang Bordel (rechts). Es handelte sich um ein Wahlplakat, das die beiden gemeinsam zeigte. Auch Staatssekretär Patrick Dahlemann sagte ein paar Worte.
Sophia Brandt

Die Liebesgeschichte um die Anklamer Generälin Antje Schulze und ihren Liebhaber Antonie Bänderriss geht weiter. Bekannten Akteure und auch die vielen regionalen Anspielungen erfreuen das Publikum.

Am Samstagabend war es für die Anklamer endlich so weit: Um 19.30 Uhr begann das diesjährige „Peene brennt“. Die Veranstaltung war ausverkauft und die Zuschauer wie immer gespannt, wie es in der Schlacht von Schweden und Brandenburg um Anklam weiter geht. Doch bevor es mit dem Stück losging, kamen der Anklamer Bürgermeister Michael Galander, Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) und Intendant Wolfgang Bordel auf die Bühne.

Finanzierung für die nächsten zehn Jahre

Als Unterstützung für die Vorpommersche Landesbühne gab es 175 000 Euro von der Landesregierung und dem Bürgermeister, um die Veranstaltung auch für die nächsten zehn Jahre zu finanzieren. Daher müsse Bordel noch mindestens neun Jahre bis zum 25. Jubiläum bleiben, scherzte Galander. Als Geschenk wurde Bordel ein Wahlplakat von der Bürgermeisterwahl überreicht, auf dem die beiden abgebildet waren.

Patrick Dahlemann war im vergangenen Jahr das erste Mal bei „Peene brennt“ und seitdem sei er Fan. Er kündigte an, dass es demnächst eine Auszeichnung für Bordel geben wird. „Er ist die Vorpommersche Landesbühne“, sagte der Staatssekretär.

Das Üben hat sich gelohnt

Dann begann das diesjährige Stück mit all seinen Anspielungen auf aktuelle Politik in der Welt im Allgemeinen und in Anklam im Speziellen, mit vielen Tänzen und einer großen Feuershow. Am Ende waren nicht nur die Besucher begeistert – auch die Schauspieler wussten, dass sich das viele Üben ausgezahlt hat.

Vor allem für die Tänzer waren die vergangenen Wochen anstrengend, sagte Torsten Wiedemann. Der künstlerische Leiter des Fritz-Reuter-Ensembles ist seit Anfang an mit dabei und verriet, dass die Tänze gar nicht so leicht sind, wie sie aussehen. In der letzten Woche vor der Premiere trainierten die Tänzerinnen unter Choreografin Anika Laß jeden Tag für viele Stunden. Auch die Feuershow ist nicht zu unterschätzen.

Für jeden eine Rolle dabei

Auch bei kleineren Rollen musste viel geübt werden. So hat der Anklamer Kinobetreiber Matthias Karstädt, der den Pyropfeil über die Peene schießt, einige Stunden Bogenunterricht in der Bogen-Sport-Welt Anklam bekommen. „Im letzten Jahr hab ich sogar zwei brennende Pfeile gleichzeitig geschossen“, sagte er. So war es auch in diesem Jahr. Eine Rolle mit Text würde er aber eher ungern spielen. „Ich mag lieber Stunts und Pyrotechnik“, sagte er. Wie er zu der Rolle kam? „Ich wollte nur die Werbung für das Kino in die Bogenwelt bringen, und da wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte mitzumachen.“