TIERE GEKLAUT

Ente weg, Eier futsch - wer macht denn sowas?

Wieder ein Einbruch im Tiergehege des Anklamer Stadtparks. Die Diebe haben sieben Tiere mitgehen lassen und obendrein noch Teile der Gehege und Schlösser zerstört.
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Wo bis Mitte der Woche noch fröhliches Gackern und Hühnerscharren zu hören war, herrscht nach dem Einbruch absolute Leere. Margret Tesch will so schnell wie möglich wieder neue Tiere besorgen.
Wo bis Mitte der Woche noch fröhliches Gackern und Hühnerscharren zu hören war, herrscht nach dem Einbruch absolute Leere. Margret Tesch will so schnell wie möglich wieder neue Tiere besorgen. Veronika Müller
Diesen kleinen Stall haben die Diebe ebenfalls demoliert - aber am Ende nicht aufbekommen.
Diesen kleinen Stall haben die Diebe ebenfalls demoliert – aber am Ende nicht aufbekommen. Veronika Müller
Die Eier Stockente werden nicht mehr ausgebrütet - die Diebe haben die Ente direkt vom Nest geklaut.
Die Eier Stockente werden nicht mehr ausgebrütet – die Diebe haben die Ente direkt vom Nest geklaut. Veronika Müller
Den Fasan wollten die Diebe ebenfalls mitgehen lassen. Das gelang nicht. Doch nun ist das Tier völlig verstört.
Den Fasan wollten die Diebe ebenfalls mitgehen lassen. Das gelang nicht. Doch nun ist das Tier völlig verstört. Veronika Müller
Anklam.

„Offenbar richtet sich jemand einen privaten Streichelzoo auf dem heimischen Hof oder im Garten ein. Anders kann ich mir das nicht erklären.” Margret Tesch, die Chefin des Tiergeheges im Anklamer Stadtpark ist richtig verärgert. Schon wieder haben Diebe in den Gehegen geräubert und einige Tiere mitgehen lassen. Zurück blieben defekte Türen, Schlösser und vor allem Tiere, die völlig „durch den Wind” sind.

„Wir haben jetzt erst einmal alles wieder repariert, neue Schlösser angebracht – aber das ist nicht das Schlimmste. Ärgerlich ist, dass es Menschen gibt, die offenbar überhaupt kein Unrechtsbewusstsein haben und denen es völlig egal ist, dass andere Leute möglicherweise ihre Lieblingstiere verloren haben.”

Lieblingstiere auch weg

Margret Tesch, die sich gemeinsam mit Mitarbeitern von der Bugenhagenwerkstatt des evangelischen Diakoniewerkes Ducherow um die Tiere und das Grün im Stadtpark kümmert, weiß, dass viele ältere Leute und Kinder durchaus bevorzugte „Lieblinge” in den Gehegen haben, die sie regelmäßig besuchen. Dazu gehörte auch eine Laufente, die mit ihrem hellgrauen Gefieder recht auffällig war. Sie hatte gerade ein Nest gebaut und mit dem Brüten angefangen. Jetzt ist sie weg. Und die Eier dahin.

Margret Tesch: „Wenn Leute Interesse an Tieren von uns haben, sollten sie uns ansprechen. Oft können wir gegen eine kleine Spende durchaus Tiere aus dem Bestand abgeben, wenn wir davon genügend haben.“

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