AUF ENTDECKUNGSTOUR

▶ Erste Esel-Wanderung von Ziethen

In Ziethen soll es bald Entdeckungstouren mit Eseln geben. Nun gab es den ersten Test. Wie sich zeigte, brauchen die Tiere aber noch so manchen Ausritt zur Eingewöhnung.
Die Eseldamen Ada (links) und Eva sind Halbschwestern, daher das unterschiedliche Fell.
Die Eseldamen Ada (links) und Eva sind Halbschwestern, daher das unterschiedliche Fell. Dennis Bacher
Für die Route von Ziethen bis nach Stolpe werden wohl fünf Stunden benötigt. Fotos: Dennis Bacher
Für die Route von Ziethen bis nach Stolpe werden wohl fünf Stunden benötigt. Dennis Bacher
Ada und Eva erlebten zu Pfingsten ihre erste Wanderung nach Menzlin. Bis zu 40 Kilo kann jede Eseldame transportieren.
Ada und Eva erlebten zu Pfingsten ihre erste Wanderung nach Menzlin. Bis zu 40 Kilo kann jede Eseldame transportieren. Dennis Bacher
Ada und Eva erlebten zu Pfingsten ihre erste Wanderung nach Menzlin.
Ada und Eva erlebten zu Pfingsten ihre erste Wanderung nach Menzlin. Dennis Bacher
Nachbarn und Freunde begleiteten die Weinholds.
Nachbarn und Freunde begleiteten die Weinholds. Dennis Bacher
Ziethen.

Für Gudrun und Engelbert Weinhold war am Pfingstsonntag vor allem eine Frage interessant: Werden sich die Tiere bockig zeigen, oder haben sie vielleicht sogar Bock? Ein ganzes Jahr wohnen die Eseldamen Ada und Eva bald schon auf dem ruhigen Hof von Familie Weinhold in Ziethen bei Anklam. Mit Möhren und Heu werden sie dort liebevoll umsorgt. Von den Erwachsenen ebenso wie von den Kindern Sophie und Alfons. In Zukunft sollen die Tiere aber noch weitaus mehr kennenlernen, als den alten Pferdestall und die vier Weinholds. „Schon bald wollen wir mit den Eseln regelmäßig auf Wanderung gehen“, erklärt Engelbert Weinhold. Erste Touren sollen im Idealfall schon in den Sommerferien angeboten werden. Aber nur, wenn auch die Esel wollen. Um die Wanderlust der beiden Halbschwestern festzustellen, gab es am Sonntag nun die erste Testtour.

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Bis zu 40 Kilo können die Vierbeiner transportieren. Noch ein halbes Jahr dauert es, bis sie alt genug sind, einen Karren zu ziehen, erklärt Engelbert Weinhold. Die Wanderungen sollen künftig nämlich barrierefrei sein, damit auch Personen mitkommen können, die nicht mehr oder noch nicht so gut zu Fuß unterwegs sind.

Eseldame Ada zeigte beim Test ihren sturen Kopf

Das Ortsschild der Gemeinde Ziethen war noch gar nicht überschritten, da setzte die kurzhaarige Ada bereits das erste Mal ihren eigenen Kopf durch. Keinen Schritt weiter, so die Devise der zweieinhalbjährigen Eseldame. „Das Tempo geben die Tiere vor“, lacht Engelbert Weinhold. Ein leichter Klaps mit der Rute auf den Hintern hilft aber selbst beim stursten Esel. Dennoch schienen sich die Langohren oftmals vielmehr für die Gräser am Wegesrand zu interessieren, denn für die weitere Route. Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück – so sei das mit den Eseln, meint Weinhold. Dennoch ist er guter Dinge, dass sich die Tiere mit der Zeit an die Wandertouren gewöhnen werden.

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Von Ziethen über Jargelin, Menzlin, Klein Polzin und Quilow soll die Route bis nach Stolpenmühl führen. Ob die Esel dann vielleicht sogar mit der Fähre nach Stolpe übersetzen dürfen, gilt es noch zu klären. „Die Gespräche mit dem Bürgermeister Marcel Falk laufen bereits“, freut sich Engelbert Weinhold. Stolpe wäre laut ihm der perfekte Ort, um dort zu rasten. Mittels Pferdeanhänger könnten die Tiere anschließend zurück nach Ziethen gebracht werden.

Zur Eingewöhnung wollten die Weinholds mit ihren Eseln nun erst einmal bis nach Menzlin wandern. Auf etwa zwei Stunden schätzte Weinhold diese Etappe. Bis Stolpe müssten wohl mindestens drei weitere Stunden eingeplant werden. Die bockigen Esel bereits berücksichtigt.

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