PATIENTEN ISOLIERT

Verdacht auf Corona-Virus in Greifswald und Wolgast

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei neue Verdachtsfälle. In Greifswald und Wolgast befürchteten zwei Patienten, das Corona-Virus zu haben und meldeten sich im Krankenhaus.
Das Uni-Klinikum teilt mit, momentan keine Aufnahmen innerhalb der Klinik zuzulassen. Die Patienten sollen nicht verunsichert und die Mitarbeiter nicht zusätzlich belastet werden. (Das Symbolfoto zeigt nicht den Betroffenen)
Das Uni-Klinikum teilt mit, momentan keine Fotos innerhalb der Klinik zuzulassen. Die Patienten sollen nicht verunsichert und die Mitarbeiter nicht zusätzlich belastet werden. (Das Symbolfoto zeigt nicht den Betroffenen) Symbolbild: ZVG/UMG/Jahnke
Nach einer China-Reise liegt der junge Mann jetzt auf der Isolierstation im Klinikum Greifswald.
Nach einer China-Reise liegt der junge Mann jetzt auf der Isolierstation im Klinikum Greifswald. Stefan Sauer
Greifswald.

Aktualisierung: 30.01. - 21:30 Uhr - Der Verdacht hat sich nach Aussage des Uni-Klinikums nicht bestätigt

In Greifswald gibt es einen ersten Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus. Wie ein Sprecher des Universitätsklinikums auf Nachfrage bestätigte, sei ein besorgter junger Mann am Mittwochabend im Krankenhaus vorstellig geworden. Der Mann stamme aus der Region und sei vor wenigen Tagen aus China zurückgekehrt.

Der Patient habe sich laut dem Klinik-Sprecher vorbildlich verhalten und das Krankenhaus zunächst telefonisch informiert. Er klagte über leichtes Fieber in der Nacht sowie über übliche Erkältungssymptome, wie es weiter heißt. Das Fieber konnte von den Ärzten im Klinikum nicht bestätigt werden. "Der Mann befindet sich in einem guten Gesundheitszustand", heißt es. Dennoch sei er formal als Verdachtsfall eingestuft und von den anderen Patienten isoliert in einem Einzelzimmer aufgenommen worden.

Uni-Klinik hat Proben nach Berlin geschickt

Ein Abstrich des Mannes wurde nun ans Nationale Referenzzentrum in Berlin geschickt. Die Ergebnisse des Labors erwartet das Klinikum bereits am Abend. Das Greifswalder Krankenhaus möchte ebenfalls einen eigenen Test vornehmen. Wie auch bei einer normalen Grippeinfektion üblich, trat das Krankenhauspersonal dem Mann mit Mundschutz gegenüber. Gleichfalls wurde der Patient mit einem solchen Schutz ausgestattet.

Auch am Kreiskrankenhaus Wolgast soll sich laut dem Sprecher zuletzt ein besorgter Patient vorgestellt haben. Die ersten Erkenntnisse würden allerdings gegen eine Infektion mit dem Corona-Virus sprechen, wie der Sprecher des Klinikums weiter sagte. Auch dieser Patient sei im Krankenhaus isoliert und die Proben nach Berlin geschickt worden.

Kreissprecher Vorpommern-Greifswalds, Achim Froitzheim, sagt: "Wir haben das Lagus über den Verdachtsfall informiert." Bei Verdachtsfällen einer Infektion mit dem Corona-Virus besteht Meldepflicht an das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus). Das Lagus in Rostock koordiniert die Verdachtsfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Von einem Verdachtsfall in Wolgast hatte Froitzheim am Donnerstagvormittag keine Kenntnis.

Verdacht auch in Brandenburg

Einen ersten Verdacht auf das Corona-Virus in Mecklenburg-Vorpommern gab es vor einigen Tagen in Rostock. Dort konnte Entwarnung gegeben werden. In Brandenburg gibt es derzeit einen Verdacht auf das Corona-Virus bei einer Schülerin. Sie wurde ins Krankenhaus in Potsdam gebracht.

 

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