Die Bauarbeiten am Radweg zwischen Stolpe an der Peene und Neuhof sollen am Montag, 21. März, wieder aufgenommen werden.
Die Bauarbeiten am Radweg zwischen Stolpe an der Peene und Neuhof sollen am Montag, 21. März, wieder aufgenommen werden. Matthias Diekhoff
An der B110

Erster Radweg-Abschnitt soll zur Saison endlich fertig sein

Schon seit vielen Jahren wird um den Radweg an der B110 zwischen Anklam und Jarmen gekämpft. Der erste Abschnitt kann daher nur ein Anfang sein.
Stolpe an der Peene

Der neue Radweg an der Bundesstraße 110 zwischen Stolpe an der Peene und Neuhof nimmt langsam Gestalt an. Ein Teil ist bereits asphaltiert und auch die Alleebäume, die während des jüngsten Sturms umgefallen sind, sind inzwischen zersägt und hätten keine sonderlichen Schäden angerichtet, informiert das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern auf Nachfrage.

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Am Montag, 21. März, sollen wieder die Bauarbeiten an dem Streckenabschnitt aufgenommen werden. Bis Ende Mai diesen Jahres soll er dann fertiggestellt sein, kündigt das Landesamt an. Bis dahin würden unter anderem Rohrdurchlässe im Bereich der Ackerzufahrten hergestellt. Zudem erfolge die Abdeckung der Böschungen mit Oberboden und am Böschungsfuß würden Mulden hergestellt.

Letzte Asphaltschicht kommt im Mai

Der Einbau der restlichen Tragschicht und das Aufbringen der Asphaltdeckschicht sollen nach derzeitigem Planungsstand im Mai erfolgen. Nach der Fertigstellung des Asphaltes würden dann die Bankette angelegt.

Wie es beim ersten Spatenstich für den Abschnitt im vergangenen September vom zuständigen Ingenieurbüro hieß, werde auf der Ackerseite des Radweges zudem ein Streifen angelegt, auf dem etwa 260 Alleebäume gepflanzt werden sollen.

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Erst 2,5 von 30 Kilometern geschafft

Der Radweg zwischen Stolpe und Neuhof ist zwar gute zweieinhalb Kilometer lang, aber er ist eben nur ein Abschnitt der angestrebten Gesamtstrecke zwischen Jarmen und Anklam, die etwa 30 Kilometer lang ist.

„Bei den weiteren Planungen zum Um- und Ausbau der Bundesstraße 110 zwischen Jarmen und Anklam inklusive Radweg befinden wir uns in der Vorplanung”, heißt es aus dem Landesamt. Der „Lückenschluss” in Richtung Anklam und Jarmen steht also im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße.

Dafür sei unter anderem eine Umweltverträglichkeitsstudie erforderlich. Mit der Bestätigung der Vorzugsvarianten inklusive der Seitenwahl für den Radweg sei daher nicht vor 2023 zu rechnen.

Baubeginn für Lückenschluss frühestens in fünf Jahren

Anschließend würde die Entwurfs- und Genehmigungsplanung beginnen. Da die Schaffung von Baurecht voraussichtlich durch ein Planfeststellung erfolgen müsse, was ebenfalls etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, sei mit einem Baubeginn für einzelne Bauabschnitte nicht vor 2027 zu rechnen.

Schon beim ersten Spatenstich herrschte Eingkeit, dass es sich bei dem Abschnitt nur um einen Anfang handeln könne, aber auch um eine Zeichen dafür, was mit etwas gutem Willen machbar ist. Schließlich hätte der Radweg für das Peenetal und den künftigen Tourismus in der Region eine große Bedeutung.

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