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Es gibt genug zu tun in Loitz: Auf die Plätze, fertig, Putz!

Wer geht denn so mit Frauen um: Dieser Torso wartet im Loitzer Gewerbegebiet in Sichtweite der Kläranlage auf seinen Besitzer. Also, Bitte melde Dich!

VonStefan HoeftLoitz lädt am morgigen Sonnabend zum ersten großen Frühjahrsputz ein, auch als Vorbereitung auf das diesjährige Landeserntedankfest. Dass ...

VonStefan Hoeft

Loitz lädt am morgigen Sonnabend zum ersten großen Frühjahrsputz ein, auch als Vorbereitung auf das diesjährige Landeserntedankfest. Dass der wirklich nötig ist, belegt eine Nordkurier-Fotosafari. Die offenbarte jede Menge Dreck- und Müllecken in der Peenestadt.

Loitz.Ob an der neuen Peenebrücke, dem schönen Hafengelände, den gerade zum Leben erwachenden Gartenanlagen, an etwas abseits gelegenen Wegen oder im Gewerbegebiet – überall in Loitz finden sich Müll und Abfall. Illegale öffentliche „Kompostieranlagen“ scheinen da noch das geringste Übel, denn an so mancher Stelle liegen Bauschutt und Heimwerker-Hinterlassenschaften. Fast überall zeigt sich zudem Plasteschrott, von Glas und Dosen ganz zu schweigen. Mitunter entrümpeln sich Zeitgenossen sogar in Sichtweite von Naturschutzgebiet-Schildern.
Bürgermeister Michael Sack ist das alles nicht neu, im Gegenteil: Immer wieder rücke der Stadtbauhof aus, um wilde Müll- und Abfallkippen zu beseitigen. Einmal war sogar ein Hinweisschild „Müll abladen verboten“ fast komplett zugeschüttet, erinnert er sich. Nicht selten seien es leider sogar die Leute von den benachbarten Wohngrundstücken oder Gärten, die sich hier ausmisteten. Doch alle Schandflecke gleichzeitig zu beseitigen, erscheint kaum möglich.
Daher will die Kommune ihren ersten großen Frühjahrsputz an diesem Sonnabend vor allem auf zwei Gebiete konzentrieren: Den Gülzow-Park und das künftige Festgelände fürs Landeserntedankfest, sprich die Marina, das ehemalige ACZ-Areal zwischen Bahnhof und Mühlenteichstraße sowie die Kälberteichwiese. Los geht es dort jeweils um 8.30 Uhr, Arbeitsgeräte wie Harken, Hacken, Besen und Schippen seien mitzubringen.
Der Bauhof gewährleiste die technische Unterstützung, und auch von der Rathausbesatzung erwartet deren Chef, dass die meisten Mitarbeiter, die aus Loitz stammen, mit gutem Beispiel vorangehen. Er könne das natürlich dienstlich nicht anordnen, meinte Sack gegenüber Nordkurer, erwarte hier aber das gleiche wie für alle anderen Einwohner: „Es ist unsere Stadt, da wäre es schön, wenn auch alle mit anfassen.“ Und wenn das „nur“ bedeutet, vor der eigenen Haustür für Ordnung zu sorgen oder auch in den verschiedenen Ortsteilen.