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Es wiehert total international

So saßen die Damen im Barock im Sattel: Daniela Schmitz aus Jagetzow präsentierte ihr Shire Horse. [KT_CREDIT] FOTOs: Maik Triebler

VonStefan HoeftDie Größe der Haupt- darsteller beim jüngsten Schautag auf demJarmener Reitgelände lag zwischen gerade mal 70 und stolzen 200 Zentimetern ...

VonStefan Hoeft

Die Größe der Haupt- darsteller beim jüngsten Schautag auf dem
Jarmener Reitgelände lag zwischen gerade mal 70 und stolzen 200 Zentimetern Widerristhöhe. Denn
dort wurden viele in Vorpommern gehaltene Pferderassen vorgestellt.

Jarmen.„Wir waren begeistert davon und auch die Teilnehmer“, meinte hinterher Udo Haugk, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Jarmen. Immerhin überraschten ihn und seine Mitsteiter nicht nur die große Zahl der Besucher – deutlich über 300 – sondern auch die der am Wochenende erschienenen Pferdehalter. Am Ende standen rund 50 Tiere aus 15 Rassen auf dem Gelände, die meisten machten bei einem gemeinsamen großen Schaubild mit. „Unser Grundgedanke war, dass sich alle Pferde aus unserem Kreis hier zeigen dürfen“, so der Cheforganisator. Also auch jene, die bei Turnieren, Zuchtschauen und ähnlichen Veranstaltungen nie zur Geltung kommen, sprich nur als Freizeit-Partner dienen.
Die größten Gruppen an Vierbeinern stellten demnach die Shetland- und die Welsh-Ponys sowie die Friesen. Doch es kamen auch so einige Besonderheiten in die Peenestadt. Das reichte vom Norwegischen Fjordpferd, einem dänischen Knabstrupper und dem aus Ungarn stammenden Shagya-Araber über ein Rheinisches Kaltblut mit Fohlen sowie ein Mecklenburger und ein Französisches Warmblut bis hin zum portugiesischen Lusitano-Hengst sowie amerikanischen Pinto und Quarter Horse, dem typischen Cowboy-Pferd. Auch Koniks, eine urtümliche Ponyrasse aus Polen, waren vertreten.
Als kleinste Vertreter ihrer Art zeigten sich derweil die Mini-Shettys von Paul Schmidt aus Torgelow, die später am Nachmittag noch ihren speziellen Auftritt hatten: Bereits in der Antike bei Gladiatorenkämpfen eingesetzt, rollte ihr Besitzer in Jarmen mit Streitwagen und Römer-Kostüm in die Arena. Wie indes einst die Damen im Barock seitlich auf dem Pferderücken saßen, das führte Daniela Schmitz aus Jagetzow vor. Und zwar auf einem Shire Horse, der mit über zwei Metern Gesamthöhe größten Rasse. Verwendet wurden die über 1200 Kilogramm schweren Kaltblüter, ursprünglich in Großbritannien gezüchtet, früher vor allem als Zug- und Arbeitstiere vor Kutschen und in der Landwirtschaft.