Projekt will die Vermarktung anschieben

EU-Millionen für Vorpommerns Gutshäuser

Der Tourismusverband Vorpommern leitet das grenzüberschreitende Projekt und verspricht sich davon eine stärkere touristische Nutzung der Guts- und Herrenhäuser. Das Budget beträgt mehrere Millionen Euro.
Für die geplante grenzüberschreitende Ausstellung ist in Vorpommern das Wasserschloss Quilow bei Anklam vorgesehen.
Für die geplante grenzüberschreitende Ausstellung ist in Vorpommern das Wasserschloss Quilow bei Anklam vorgesehen. Weronika Janusz
Quilow

Die „Mittsommer-Remise“ 2019 ist für die nordischen Guts- und Herrenhäuser in Vorpommern zwar schon wieder Geschichte, doch die Zukunft verspricht für die Anlagen ein spannendes Projekt. Im Rahmen eines von der EU geförderten Programms sollen die Angebote der vorpommerschen Gutshäuser verbessert werden. Den internationalen Titel „South Baltic Manors“ trägt das Projekt – und so international soll es auch sein. Neue Entwicklungspotenziale für Guts- und Herrenhäuser aus den ländlichen Gebieten des südlichen Ostseeraumes sollen geschaffen werden. Mit dabei sind außer den Einrichtungen in Vorpommern Häuser in Polen, Dänemark, Schweden und Litauen. „Wir wollen die Gutshäuser in Wert setzen. Es sind viele Maßnahmen geplant, um die Gutshäuser besser nach außen zu präsentieren und zu vermarkten.“

Das Wasserschloss Quilow macht mit

Ob zum Beispiel das Wasserschloss Quilow bei Anklam, das Gutshaus in Stolpe an der Peene oder das Schloss Bröllin bei Pasewalk – es sind nur drei der vielen Gutsanlagen, die von dem Projekt profitieren sollen. „Wir wollen alle touristisch erlebbaren Gutshäuser in Vorpommern mitnehmen“, sagt eine Sprecherin des Tourismusverbandes Vorpommern, der zusammen mit dem Regionalen Planungsverband Vorpommern, der Vorpommerschen Dorfstraße sowie dem Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern einer von vier Projektpartnern ist. Noch zwei Jahre soll das Projekt, dem nach Angaben des Tourismusverbandes ein Budget von knapp 2,7 Millionen Euro zur Verfügung steht, andauern. Doch auch danach soll es weitergehen. „Mindestens fünf Jahre nach Ende des Projektes müssen die Angebote noch vorhanden sein. Die Angebote werden dabei explizit für eine Weiterführung nach Projektende entwickelt“, teilt der Tourismusverband Vorpommern mit.

Auch Reisen für Biker sind geplant

Zu den konkreten Inhalten des Projektes gehört die Ausweitung der „Mittsommer-Remise“. Außerdem sind mehrere grenzüberschreitende touristische Angebote geplant, zum Beispiel Kreuzfahrten, Busreisen und Reisen für Radfahrer, Schülergruppen oder auch Auto- und Motorradtouristen.

Wie konkret diese Angebote umgesetzt werden sollen, ist allerdings noch offen. Darüber hinaus soll eine grenzüberschreitende Ausstellung an insgesamt sieben Häusern in den fünf Ländern geschaffen werden. In Vorpommern ist das Wasserschloss Quilow dafür vorgesehen, das derzeit noch saniert wird und im Laufe des nächsten Jahres eröffnen soll.

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