SHUTTLE-VERKEHR

Extra-Bus nach Friedland bleibt lahme Bade-Ente

Eigentlich eine tolle Idee: Die Anklamer Verwaltung stellte den Jugendlichen über die Ferien einen extra Bus zum nahe gelegenen Badesee bereit. Jetzt wurde jedoch eine ernüchternde Bilanz gezogen.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Der Anklamer Bürgermeister Michael Galander blieb auf den Tickets für die Sonderfahrten nach Friedland sitzen.
Der Anklamer Bürgermeister Michael Galander blieb auf den Tickets für die Sonderfahrten nach Friedland sitzen. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Es war eine gut gemeinte Idee, die die Anklamer Kinder und Jugendlichen unkompliziert zum sicheren Badespaß bringen sollte: Der Ferien-Shuttlebus zum Friedländer Freibad. Allerdings fiel das Angebot bei den Kids ins Wasser.

Für die Wochenenden in den Sommerferien hatte die Stadt Anklam zusammen mit der Anklamer Verkehrsgesellschaft (AVG) sogar eine Sonderfahrt-Linie auf die Beine gestellt, die die Kinder und Eltern am Samstag und Sonntag direkt zum Freibad hin und wieder zurückbringen sollte.

Gebündelt für die Tonne

Die Tickets dafür konnten nur im Anklamer Rathaus erworben werden und landen nun gebündelt in der Tonne. Nicht ein einziges Ticket wurde dort über die Sommerferien verkauft – dementsprechend der Bus auch nicht oder maximal kaum mit dem landesweit geltenden Schülerferienticket genutzt. Die Stadt bleibt somit auch auf den Kosten der Sonderfahrt an den Wochenenden sitzen – rund 5000 Euro wurden dafür immerhin vorgestreckt. Ein Teil sollte durch den Ticketverkauf im Rathaus refinanziert werden.

Über den erkennbar fehlenden Bedarf für die Buslinie zum Freibad muss wohl noch einmal geredet werden, heißt es aus dem Rathaus. Ohnehin galt die Aktion auf Vorschlag von Bürgervorsteher Andreas Brüsch (IfA), die auch bei seinen Stadtvertreterkollegen Zustimmung fand, als Testballon in diesem Jahr. Fraglich ist, ob das Angebot nun noch einmal zustande kommt.

Strecke wochentags bis zum Freibad verlängert

Auch unter der Woche sei die Verbindung zum Freibad wohl eher nur von ein paar Leuten genutzt worden, schätzt der Anklamer Betriebsleiter der AVG, Marco Labahn, ein, der noch einmal einen Blick in die Zahlen zur Auswertung werfen will. Wochentags konnten die Tickets nach Friedland ganz normal im regulären Linienbus gekauft werden – die Strecke wurde lediglich bis zum Freibad verlängert.

Allerdings macht dies auch die Erhebung unter der Woche deutlich schwieriger. Durch das landesweite Schülerferienticket etwa, das Jugendlichen ermöglicht, während der Sommerferienwochen den Nahverkehr frei zu nutzen, sei die Anzahl der Fahrgäste beispielsweise nicht direkt anhand der verkauften Fahrkarten nachzuvollziehen, erklärt Labahn. Generell wolle er einem erneuten Ferienshuttle zum Freibad keine Absage erteilen, kommt es zur Wiederauflage müssten aber noch einmal genaue Absprachen erfolgen, so Labahn.

 

 

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Kommentare (1)

wäre es nicht möglich gewesen, in den Schulen und vielleicht auch in Social Media vor den Sommerferien darüber zu informieren??

Trommeln gehört zum Handwerk!