An dieser Stelle soll in Kamp der neue Anleger entstehen.
An dieser Stelle soll in Kamp der neue Anleger entstehen. Anne-Marie Maaß
Verbindung zur Insel Usedom

Fähre am Kamp soll zur Saison wieder fahren

Die Kamper Fähre ist ein neuralgischer Punkt für den Radtourismus in der Region. Das zeigte sich besonders im vergangenen Jahr, als der Fährbetrieb plötzlich eingestellt wurde. Jetzt soll es mit neuem Betreiber, neuer Fähre und neuen Anlegern weitergehen.
Kamp

Was wird aus der Kamper Fähre? Je näher die Tourismussaison rückt, desto öfter wird auch diese Frage gestellt. Doch es gibt gute Nachrichten: Die Weichen für die Fährverbindung zwischen der Insel Usedom und dem vorpommerschen Festland sind so gut wie gestellt. Die Bugewitzer Gemeindevertretung, die für den Ortsteil Kamp zuständig ist, hat dem Bau eines neuen Anlegers für die geplante Elektro- und Solarfähre bereits zugestimmt. Außerdem ist die Stadt Usedom mit dem Ortsteil Karnin involviert.

Hohe Förderung in Sicht

Rund 120 000 Euro soll der Ponton samt Befestigung jeweils an den beiden Anlegepunkten kosten. Die Kosten für den Bau übernimmt zu 90 Prozent das Wirtschaftsministerium, die verbleibenden 12 000 Euro je Kommune steuert der Vorpommern-Fonds bei. Als Vertreter der Staatskanzlei in Vorpommern zeigt sich Bernd Schubert erleichtert, in dieser Sache bereits so weit zu sein. Er hofft, dass nun auch die Umsetzung des Projekts zügig vonstatten gehen kann.

Eines steht jedenfalls schon fest: Die Fähre, die künftig von der Oderhaff Reederei Peters betrieben wird, soll in diesem Jahr definitiv wieder fahren. Das muss sie auch, betonen die Bugewitzer Bürgermeisterin Ruth Schiller und Siegfried Henck vom Kamper Hafenverein. Der Zustand im vergangenen Jahr sei schwer zu ertragen gewesen, ergänzen sie.

Zur Not gibt es Ausweichvarianten

Zur Erinnerung: Viele Radfahrer strandeten damals unwissend am Kamp und mussten erst vor Ort feststellen, dass es keine Überfahrt zur Insel Usedom mehr gibt, was wiederum auch viel Frust hervorrief. Das dürfe sich nicht wiederholen, sagt Henck. „Noch ein Jahr, dann sind wir aus der Erinnerung der Leute raus“, mahnt Ruth Schiller.

Das weiß auch Bernd Schubert als Vertreter der Staatskanzlei in Vorpommern. Allerdings, der zeitliche Rahmen für die doch umfangreichen baulichen Investitionen und auch den Bau einer neuen Elektrofähre ist eng – zu eng vielleicht, räumt er ein.

Hafenverein will helfen

Doch auch dafür soll es Lösungen geben. So habe sich der Kamper Hafenverein bereit erklärt, auf der neuen Fähre helfend zur Seite zu stehen, sollten die Anleger in Kamp und Karnin noch nicht fertiggestellt sein. Vor allem für das Anlegemanöver wäre dann ein zweiter Mann an Bord erforderlich. Darüber hinaus würde der Hafenverein auch für eine provisorische Stromversorgung für die Elektrofähre sorgen. Zudem gebe es Überlegungen, zunächst mit einem Ersatzboot die Fährüberfahrt zu garantieren, so Schubert. Radfahrer sollen also zum Saisonstart auf jeden Fall wieder die Möglichkeit bekommen, in Kamp übersetzen zu können.

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