Fahrplanerweiterung
Fährt der Bus bald zum Krankenhaus?

Der Haupteingang des Anklamer Ameos Krankenhauses. Hier könnte bald wieder ein Bus halten.
Der Haupteingang des Anklamer Ameos Krankenhauses. Hier könnte bald wieder ein Bus halten.
Philipp Schulz

Auch in einer eher kleineren Stadt wie Anklam ist der öffentliche Nahverkehr für viele Menschen unabdingbar. Umso überraschender scheint es, dass seit Jahren schon kein Bus mehr vor dem AMEOS Krankenhaus gehalten hat. Doch das soll sich nun ändern.

Gut 1300 Meter ist die Anklamer Hospitalstraße lang. Trotzdem ist seit über 10 Jahren kein Bus mehr durch die Straße gefahren. Nur am nordöstlichen Ende, an der Ecke zur Pasewalker Allee befindet sich eine Haltestelle. Das wirkt befremdlich, denn in der Hospitalstraße befindet sich das Anklamer AMEOS Krankenhaus. Geht es nach der SPD, könnten hier jedoch bald wieder regelmäßig Busse verkehren.

Auch der Nordkurier hat bereits Anregungen von Lesern zu dem Thema erhalten, immerhin sind die beiden nächsten Bushaltestellen zum Krankenhaus in der Linden- und der Friedländer Straße mindestens 550 Meter entfernt. Dr. Uwe Schulz (SPD) stellte auf der vergangenen Stadtvertretersitzung nun die Frage, warum es keine Bushaltestelle vor der Klinik gebe. 500 Meter mögen nicht viel wirken, können aber, vor allem für ältere Menschen, schnell zu einem Hindernis werden, wenn diese auf dem Weg zum nächsten Arzttermin sind.

AVG und Bürgermeister arbeiten zusammen

Bürgermeister Michael Galander reagierte auf die Anfrage der SPD-Fraktion positiv. Er werde die Anfrage prüfen und Kontakt zur Anklamer Verkehrsgesellschaft mbh (AVG), die für den Stadtlinienverkehr zuständig ist, aufnehmen. Eine Bushaltestelle am Krankenhaus kann für ihn aber nicht das große Problem sein. Tatsächlich gab es noch in diesem Dezember einen Kontakt zwischen der AVG und der Stadtverwaltung.

Auch von Seiten der AVG werden positive Signale gesendet. Marco Labahn ist in dem Unternehmen unter anderem für Marketing und Fahrplanung verantwortlich. Gegenüber dem Nordkurier erklärt er: „Wenn uns durch die Stadt eine Bushaltestelle vor dem Krankenhaus eingerichtet wird, können wir gerne über eine entsprechende Route reden.” Auch gebe es bereits erste Ideen, wie man die mögliche neue Bushaltestelle in den Fahrplan integrieren könnte. „Entweder die Buslinie, die auch bereits die Lindenstraße anfährt, wird verlängert oder wir schauen uns nochmal den gesamte Stadtfahrplan an”, erläutert Labahn die ersten Ideen. Er gibt jedoch auch zu bedenken, dass die Bedarfsplanung mit eingerechnet werden müsse. „Wenn zwei Menschen eine Bushaltestelle wollen und nur einer den Bus nutzt, dann entstehen nur Mehrkosten.” Anfang 2019 könnten bereits erste Ergebnisse feststehen. Mit oder ohne neue Bushaltestelle in Anklam.