TOURISMUS

Fähre nach Usedom eingestellt - Kreistag soll's richten

Um den Fährbetrieb von Kamp und Karnin auf die Insel Usedom wiederherzustellen, will die Kreis-SPD Landrat Michael Sack in die Spur schicken. Die Fähre wurde besonders von Radtouristen stark genutzt, da sie den Weg nach Usedom um 35 Kilometer verkürzt.
Christian Johner Christian Johner
Seit diesem Jahr fährt die Personenfähre zwischen Kamp und Karnin nicht mehr.   Foto: NK-Archiv/Christian Johner
Seit diesem Jahr fährt die Personenfähre zwischen Kamp und Karnin nicht mehr. NK-Archiv/Christian Johner
Bugewitz.

Die Gemeinde Bugewitz und der Hafenverein im Ortsteil Kamp erhalten Unterstützung bei dem Versuch, den Fährbetrieb zwischen Kamp und Karnin auf der Insel Usedom neu zu beleben. Wie die SPD-Kreistagsfraktion in Vorpommern-Greifswald mitteilte, wird sie einen Antrag zum Thema Fährverbindung stellen. „Ziel ist die Wiederherstellung der touristisch, insbesondere von Radfahrern, sehr stark genutzten Fährverbindung zum Saisonbeginn 2020“, gab die SPD-Kreistagsfraktion bekannt.

In dem Antrag geht es konkret darum, dass der Landrat Michael Sack (CDU) gebeten wird, beispielsweise über eine Wirtschaftsförderung die Wiederbelebung des Fährverkehrs anzustoßen. „Mittel des Landes könnten dem Vernehmen nach dafür zur Verfügung gestellt werden“, heißt es von der SPD. Der Antrag soll im Wirtschaftsausschuss des Kreises am 20. August und im Ausschuss für Infrastruktur am 22. August beraten werden. Über den Beschluss des Antrages soll der Kreistag dann bei der kommenden Sitzung am 9. September entscheiden.

Fährverbindung wichtig für Tourimsus

Seit diesem Jahr ist der Fährbetrieb zwischen Kamp und Karnin eingestellt. „Die Saison ist gelaufen“, sagt die Bugewitzer Bürgermeisterin Ruth Schiller. Dabei war die Personenfähre, die den Weg nach Usedom immerhin um 35 Kilometer verkürzt, das touristische Aushängeschild schlechthin im Ortsteil Kamp. Doch die Fähre des Betreibers Christof Reimann hatte keine Genehmigung mehr bekommen, weil das Schiff nicht die technischen Vorschriften einhielt.

Um den Fährbetrieb wiederherzustellen, sind eine neue Fähre und ein neuer Betreiber vonnöten. Eine Lösung haben die Gemeinde und der Hafenverein Kamp, der den Hafen gepachtet hat, noch nicht gefunden. Weder die Gemeinde noch der Hafenverein können sich eine neue Fähre leisten.

Umso mehr Freude und eine große Portion Hoffnung löst der Antrag der Kreis-SPD bei Ruth Schiller aus: „Das ist super! Es ist toll und wichtig, dass das Thema Fährverbindung es in dieses Gremium geschafft hat.“ Dass die Gemeinde und der Hafenverein Kamp Unterstützung erhalten, sei aber auch notwendig, sagt Ruth Schiller: „Nur so können wir den Tourismus im Hinterland stärken. Eine Förderung wäre die normalste Lösung, aber dazu muss man erkennen, wie wichtig diese Fährverbindung ist.“

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