Tierrettung bei Anklam

Familie zeigt Herz für lebensmüde Eule

Mitten auf einer Landstraße saß in der Nähe von Anklam eine Eule. Der Versuch, das Tier in einen Baum zu setzen, scheiterte. Was also tun?
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Diese junge Eule wäre auf einer Straße nahe Anklam wahrscheinlich überfahren worden, hätte sich nicht eine Familie ihrer angenommen.
Diese junge Eule wäre auf einer Straße nahe Anklam wahrscheinlich überfahren worden, hätte sich nicht eine Familie ihrer angenommen. privat
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Spantekow.

Eine Familie hat am Freitagabend auf einer Landstraße bei Anklam eine scheinbar lebensmüde Eule gerettet. Wie Franziska Walter berichtete, fanden sie das besondere Tier gegen 21.30 Uhr auf der Straße in der Nähe von Spantekow.

„Sie saß mitten auf der Straße und rührte sich nicht.” Weil es neblig wurde und nachfolgende Autofahrer von natürlicher Auslese sprachen, hätten sie sich nach einem erfolglosen Versuch, den Vogel in einen Baum zu setzen, entschieden, ihn mitzunehmen.

Eule wurd „Furby” getauft

Die Eule – offenbar ein Waldkauz, wie ihre Internetrecherchen ergaben – habe die Nacht gut überstanden, postete Franziska Walter am Samstag auf Facebook. Die Kinder seien zwar begeistert von dem plüschigen Tier und hätten es „Furby” getauft, dennoch seien sie sich einig, dass sie weder Zeit noch die Kenntnisse haben, es groß zu ziehen. Doch wohin mit der jungen Eule?

Nach einigen Recherchen sei die Familie auf die Vogelaufzucht in Pasewalk gestoßen, wo sie das Käuzchen hinbringen wollten. Vielleicht könne sich aber auch ein Bekannter um die artgerechte Aufzucht kümmern. „Ich würde mir jedenfalls mehr Menschen wünschen, die auch für die Tiere bremsen”, sagt Franziska Walter.

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Kommentare (1)

Natürlich lasst man den kleinen Racker nicht auf der Straße sitzen. Aber ganz sicher nimmt man ihn auch nicht mit - das ist die absolut schlechteste Lösung. Setzt ihn in einen Strauch - das geht. Und das natürlich abseits der Straße, oder auf die Wiese nebenan, oder den Acker. Aber wann wird sich endlich in den Köpfen festsetzen, dass Jungtiere, solange sie nicht erkennbar deutlich verletzt sind in Menschenhand nichts zu suchen haben!