ÜBUNG IN ANKLAM

▶ Feuerwehreinsatz an der Zuckerfabrik – mit rotem Barkas

Für den Ernstfall setzt die Anklamer Zuckerfabrik auf die eigene Betriebsfeuerwehr. Die Truppe steht ihren Kameraden von der Stadt in vielen Punkten um nichts nach.
Die Zuckerfabrik kann sowohl den historischen Barkas als auch ein hochmodernes Fahrzeug auffahren.
Die Zuckerfabrik kann sowohl den historischen Barkas als auch ein hochmodernes Fahrzeug auffahren. Anne-Marie Maaß
Die Anklamer Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot zur Übung an.
Die Anklamer Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot zur Übung an.
Im Motorenlager wurde extra Rauch eingesetzt.
Im Motorenlager wurde extra Rauch eingesetzt. Anne-Marie Maaß
Die Mitglieder der Betriebswehr bei der Arbeit.
Die Mitglieder der Betriebswehr bei der Arbeit. Anne-Marie Maaß
Am Donnerstag  wurde auch die Personenrettung geübt.
Am Donnerstag wurde auch die Personenrettung geübt. Anne-Marie Maaß
Das alte Einsatzauto ist auch ein historisches Schmuckstück.
Das alte Einsatzauto ist auch ein historisches Schmuckstück. Anne-Marie Maaß
Anklam ·

Wenn die Betriebsfeuerwehr der Zuckerfabrik ihre Tore öffnet, geht manch einem freiwilligen Feuerwehrmann wohl das Herz auf. Für eine einsatzstarke Truppe für den Ernstfall hat man hier gut vorgesorgt. Neben dem alten Barkas B 1000 glänzt noch ein fast nagelneues Fahrzeug, das erst vor fünf Jahren angeschafft wurde. „Auch sonst stehen wir in der Ausrüstung der städtischen Wehr in nichts nach“, sagt Geschäftsführer Matthias Sauer. Rund 30.000 bis 40.000 Euro würden jährlich für die Ausstattung veranschlagt, das neue Fahrzeug schlug mit 140.000 Euro zu Buche.

Historisch gewachsen

Gut angelegtes Geld für die Sicherheit, findet Sauer. Zwar müsse die Zuckerfabrik nicht zwingend eigene Einsatzkräfte parat halten, die Betriebswehr sei aber historisch gewachsen, wie es allein das DDR-Fahrzeug symbolisiert. Und auch die aktuelle Mannschaftsstärke kann sich durchaus sehen lassen: 28 Mitglieder zählt die fabrikeigene Wehr.

Im Ernstfall würde sie den Erstangriff beispielsweise bei einem Brand übernehmen und anschließend mit der städtischen Feuerwehr zusammenarbeiten. Auch deshalb seien Übungen, wie sie in dieser Woche erfolgten, so wichtig. Im täglichen Betriebsablauf spielt das Thema Feuerwehr ebenso eine Rolle. „Wir schauen etwa, dass während der Kampagne die Feuerwehrleute auf die Schichten verteilt sind. Auch aufgrund der guten Ausstattung, nehme ich an, haben zuletzt fast alle jungen Facharbeiter aus den verschiedensten Bereichen Interesse dafür gezeigt“, sagt Sauer.

Wie in der normalen freiwilligen Feuerwehr auch sind mit dem Eintritt in die Betriebsfeuerwehr Ausbildungs- und Übungsstunden verbunden. „Ein positiver Effekt ist zudem, dass die Feuerwehr Mitarbeiter über die einzelnen Arbeitsbereiche hinaus zusammenbringt und so auch das Miteinander stärkt“, sagt der Geschäftsführer.

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Letzter Einsatz schon etwas her

Oftmals greifen die Mitglieder der Betriebstruppe nicht nur beruflich zum Feuerwehrschlauch, sondern engagieren sich zudem in der Freizeit vor Ort in den Wehren, auch das sei ein positiver Nebeneffekt. Auf dem Zuckerfabrikgelände selbst ist der letzte Einsatz dagegen zum Glück schon eine ganze Weile her. „Als vor ein paar Jahren mal die Strohwand an der Lkw-Zufahrt brannte, waren auch Mitarbeiter bei der Löschaktion dabei. Zudem unterstützten sie im Frühjahr bei der Ethanolausgabe an die Apotheker“, zählt der Chef auf.

Damit im Einsatz die Abläufe und Routinen sitzen, seien die regelmäßigen Übungen zusammen mit der Anklamer Feuerwehr unerlässlich. Nach der Übung am Donnerstag zieht Einsatzleiter Detlef Riske von der Betriebswehr ein positives Fazit. Alles habe gut geklappt. Geübt wurde etwa die Rettung einer Person vom Dach des historischen Gebäudes sowie eine weitere Rettung aus den Innenräumen und der Einsatz im vernebelten Motorenlager.

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