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Finale: Infarkt- Gefahr beim Bürgermeister

Michael Galander und sein Schal – damit es am morgigen Finalabend wenigstens ein bisschen kuschlig ist.  FOTO: Jörg Foetzke

VonJörg FoetzkeMichael Galander ist mitLeib und Seele Anhängervon Borussia Dortmund.Mit einem Finaltrip nach London hat er geliebäugelt, doch die ...

VonJörg Foetzke

Michael Galander ist mit
Leib und Seele Anhänger
von Borussia Dortmund.
Mit einem Finaltrip nach London hat er geliebäugelt, doch die Bürgermeister- Pflicht hält ihn in Anklam.

Anklam.Nein, er wird nicht nach London zum Champions-League-Finale reisen, sagt Michael Galander. Und ein wenig lässt es sich der Anklamer Bürgermeister anmerken, dass er schon gern gefahren wäre. „Der Chef von der Borussia-Stammband hat beim Jägerball gesagt, dass er mit dem Anklamer Bürgermeister zum Finale fahren will, aber eine Karte hat er mir nicht geschickt“, erzählt Galander. Auf eigene Kosten in die englische Metropole zu reisen, war ihm letztendlich doch zu teuer. „Allein der Flug kostet ja schon 600 Euro“, weiß der Anklamer Bürgermeister. Und außerdem hat er ja versprochen, am Samstag die Gala des Anklamer Tanzclubs im Volkshaus zu besuchen. „Aber wenn es da keinen Fernseher gibt, bin ich um 20 Uhr wieder weg“, stellt er klar.
Michael Galander ist Fußballfan und leidenschaftlicher Anhänger von Borussia Dortmund. Und das bereits seit seinem 15. Lebensjahr. „Mein Großvater ist damals mit mir ins Dortmunder Stadion gefahren“, erinnert sich der heute 43-jährige Galander. Seitdem gibt es für ihn nur noch Schwarz-Gelb. Als junger Mann hat Galander in seiner niedersächsischen Heimat gar aktiv Fußball gespielt. Die Überlieferung seines Kampfnamens „Eiche von Suddendorf“ ist zwar nicht verbürgt, doch auch als Fan gibt Galander alles. Fünf Mal nahm er während der abgelaufenen Bundesliga-Saison die strapaziöse Reise von Anklam nach Dortmund und zurück auf sich, um seine Idole live spielen zu sehen.
Doch irgendwie passte die Konstellation Galander-BVB (Ballspielverein Borussia 09 Dortmund) nicht. Lediglich einen Sieg seiner Lieblinge durfte der Anklamer Bürgermeister im heimischen Stadion erleben. Dafür war er bei der schmachvollen Niederlage gegen den Erzrivalen Schalke 04 zugegen. Und so ist es viellecht auch ein gutes Omen für Borussia Dortmund, wenn der Anklamer Bürgermeister zu Hause bleibt.
Aber auf jeden Fall vor der Glotze will er mit seinen Jungs mitfiebern. Gemeinsam mit Freunden und der Gattin und in voller Fan-Montur. Dazu gehört für den Bürgermeister natürlich ein schwarz- gelbes Trikot und der ultimative Finaaale-Schal, den er bei seinem letzte Dortmundbesuch erstand. Und wenn das Geschehen auf dem Platz an Dramatik nicht mehr zu überbieten ist, kann der Fan Galander auch sehr emotional reagieren. „Dann ist Infarktgefahr vorhanden“, gibt Galander zu. Für das Finale am Samstag hat der Anklamer Bürgermeister natürlich einen Tipp. „Borsussia gewinnt 2:1 und das Siegtor fällt in den letzten Minuten!"

Kontakt zum Autor
j.foetzke@nordkurier.de