10 MILLIONEN EURO

Finanzierung der Anklamer Schwimmhalle steht

Es gibt auch noch gute Neuigkeiten in der Krise. Bei dem Neubau der Anklamer Schwimmhalle scheint der Durchbruch gelungen, jetzt soll es schnell gehen.
Das ist ein erster Entwurf der neuen Anklamer Schwimmhalle. Bis zur Umsetzung soll es nun nicht mehr lange dauern.
Das ist ein erster Entwurf der neuen Anklamer Schwimmhalle. Bis zur Umsetzung soll es nun nicht mehr lange dauern. SWIM-SPOMDEIS-GMBH
Anklam.

Während im Anklamer Rathaus nun schon seit mehreren Wochen der Krisenstab täglich tagt, gehen im Hintergrund die Arbeiten weiter, die bereits vor der Corona-Krise für die Entwicklung der Stadt eine wichtige Rolle spielten. Dazu zählt auch der Schwimmhallen-Neubau. Nachdem lange ungewiss schien, wie es mit dem Projekt nun konkret weitergeht, gibt es dafür nun gute Nachrichten von der Landesregierung: In enger Absprache mit Bauminister Christian Pegel (SPD) sei die Finanzierung des Millionen-Projektes nun sichergestellt, verkündet Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD).

Die Halle kostet 10 Millionen Euro

Dabei hatten zuletzt Kostensteigerungen von mehreren Millionen Euro zur ursprünglich veranschlagten Summe zunächst bei der europaweiten Ausschreibung und später im Verhandlungsverfahren dazu geführt, dass das Projekt ins Stocken geraten war und anhand der neuen Zahlen die Finanzierung geklärt werden musste.

Die Nachverhandlungen der Stadt mit einer Bietergemeinschaft aus regionalen Firmen habe demnach nun eine Summe ergeben, die aus Sicht des Landes finanzierbar sei. Dahlemann rechnet mit einem Betrag von rund 10 Millionen Euro, der nun zu 90 Prozent vom Land gefördert werden soll. Die restliche Summe sei dann auch für die Stadt leistbar.

„Konkrete Wirtschaftsförderung für Vorpommern”

Und es gibt einen weiteren positiven Aspekt, wie Dahlemann betont. „So eine Millionensumme bei einem regionalen Bieter-Konsortium zu halten, ist zudem eine konkrete Wirtschaftsförderung in Vorpommern, besser kann es gar nicht sein“, sagt er. Konkrete Namen will der SPD-Mann noch nicht nennen. Nach Nordkurier-Informationen soll es sich dabei aber um den HAB-Hallenbau aus Wusterhusen und die Torgelower Firma ME-LE handeln.

Zudem sieht Dahlemann nach wie vor den richtigen Weg in der Umsetzung des Anklamer Dreiklangs, dessen wesentlicher Bestandteil die Schwimmhalle ist. „Das ist auch ein wichtiges Zeichen für den Schwimmsport und die betroffenen Vereine. Die Schwimmhalle wird von vielen Menschen aus der gesamten Region genutzt und ist somit auch über die Stadtgrenzen von Anklam hinaus ein wichtiges Projekt“, ergänzt er.

Ende Mai soll es losgehen

Mit der gesicherten Finanzierung steht auch einem baldigen Baubeginn und somit vorzeitigen Maßnahmenstart nun nicht mehr viel im Wege. Kommt es in den nächsten Wochen zur endgültigen Auftragsvergabe am 20. April, rechnet Anklams Bürgermeister Michael Galander mit dem ersten Spatenstich Ende Mai. Vom sonst gern auch kritischen Bürgermeister gibt es nun lobende Worte an die Landesregierung: „Ich bin allen Beteiligten und speziell Patrick Dahlemann und Christian Pegel sehr dankbar für die enge und gute Zusammenarbeit und freue mich natürlich auch persönlich sehr über die schnelle Reaktion der Landespolitik“, so Galander.

„Handwerksfirmen können mit gesicherten Aufträgen rechnen”

Aktuell laufen noch die letzten Absprachen. Die Auftragsvergabe wird wegen der Corona-Krise wohl durch eine Eilentscheidung des Bürgermeisters geschehen, die dann dem Hauptausschuss zur Kenntnis gegeben wird und zu einem späteren Zeitpunkt dann auch noch einmal von der Stadtvertretung legitimiert werden muss.

Bürgermeister Galander hält es gerade in der Corona-Krise für den richtigen Weg, an öffentlichen Projekten festzuhalten. So würden auch Handwerksfirmen der Region weiter mit gesicherten Aufträgen rechnen können. Dies sei gerade jetzt wichtig, betont er.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Anklam

Kommende Events in Anklam (Anzeige)

zur Homepage