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Unglaubliche Unfall-Serie

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Lkw verteilt mehr als 20 Tonnen Fisch auf der B109

Gegen 10 Uhr am Sonntag wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert.
Gegen 10 Uhr am Sonntag wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert.
Christopher Niemann

Feuerwehr und Polizei mussten am Sonntag die B109 bei Anklam sperren. Wegen einer Gefahrenbremsung verlor ein Lkw-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, der Laster kippte um und es verteilte sich erneut tonnenweise Fisch auf der Straße.

Ein Unfall brachte am Sonntagvormittag Verkehrsbehinderungen und einen intensiven Geruch mit sich. Ein Lkw, beladen mit mehr als 20 Tonnen Fisch, kam von Ducherow in Richtung Anklam fahrend in Höhe des Abzweigs nach Woserow von der Straße ab und kippte um. Die Ladung verteilte sich auf dem angrenzenden Feld.

Lkw musste bremsen

Wegen eines überholenden Pkw hatte der Lastwagen-Fahrer eine Vollbremsung eingeleitet und dabei die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Er wurde leicht verletzt. Der Pkw-Fahrer hatte beim Überholen des Lkw den Gegenverkehr offenbar falsch eingeschätzt und musste zu früh wieder einscheren. Der Lkw-Fahrer konnte einen Zusammenstoß laut Polizei nur vermeiden, indem er zusätzlich zur Vollbremsung instiktiv leicht nach rechts lenkte.

Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 30.000 Euro. Die B109 blieb zwei Stunden vollgesperrt. Die Feuerwehren aus Ducherow und Anklam waren im Einsatz. Gegen 23 Uhr meldete die Polizei, dass die B109 wieder frei ist und "blitzsauber" ist.

Der Verursacher des Unfalls flüchtete in Richtung Anklam. Wer kann Hinweise auf den Pkw-Fahrer geben? Bitte bei der Polizei unter der 03971 / 251 2224 melden.

Serie von "Fisch-Unfällen"

Erst Anfang Mai blockierten Sprotten die A20, vor drei Wochen war dann auf der B110 ein Lkw mit Fisch verunglückt. Daraufhin hatte sich der Großteil der aus 20 Tonnen toten Sprotten bestehenden Ladung auf das Feld ergossen. Der Fall hatte im Nachgang für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Die umstrittene Tierrechtsorganisation Peta fordert am Unfallort ein Denkmal für Fische zu errichten. Der Nordkurier hatte daraufhin ein paar nicht ganz ernstgemeinte Mahnmale entworfen.

Bereits vor knapp einem Jahr kam es ebenso zu Unfällen mit Sprotten. Zunächst verlor ein Lkw tonnenweise Fisch auf der A20. Kurze Zeit später lag eine Ladung der kleinen Fische auf der B110 und verschmierte die Fahrbahn.

Dieser Artikel wurde am Sonntag, 13. Mai 2018, mehrfach aktualisiert.

Kommentare (2)

Ich musste heute mehrmals an der Unfallstelle vorbei. Nach der Lage des LKW kam dieser natürlich von Ducherow undfuhr Richtung Anklam.

eine solch schlüpfrige Masse von mehr als 20t in einem Stück, noch dazu Kastenauflieger so zu transportieren - solche Ladungen gehören geteilt auf kleinere Abteilungen zur besseren Sicherung bei Gefahrenbremsungen oder in geschlossene Tank-/ Kesselwagen - jede weitere dieser halbherzig gesicherten Ladungen wird sich bei Gefahrenbremsungen oder abruptem Richtungswechsel verselbständigen