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Flüchtiger auf dem Weg nach Anklam?

Eine der Polizeisperren bei Anklam.
Eine der Polizeisperren bei Anklam.
Oliver Wunder

Er stach in Anklam im Jahr 2010 auf eine Frau ein und saß in Rostock dafür ein. Jetzt gelang dem Täter die Flucht. Die Polizei sucht ihn - um Anklam herum gibt es momentan mehrere Straßensperren. Ist der Mann auf dem Weg dorthin?

Einem 37-jährigen Häftling ist am Mittwochmorgen nach einer Behandlung in der Rostocker Zahnklinik die Flucht geglückt. Der Mann gelte als gewalttätig, teilte das Justizministerium in Schwerin mit. Der 37-Jährige war wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren mit Unterbringung in der forensischen Klinik verurteilt worden. Im Mai 2010 stach der Mann auf eine Bekannte in deren Wohnung in der Anklamer Südstadt ein. Der Täter konnte damals noch vor Ort von der Polizei festgenommen werden.

Nach der Flucht vermutet die Polizei offenbar, dass der 37-Jährige auf dem Weg nach Anklam ist. An mehreren Straßen in die Stadt hinein errichtete die Polizei Sperren und durchsucht momentan Pkw wie Lkw.

Wie es dem Mann gelang, nach der Behandlung den ihn begleitenden und unbewaffneten Mitarbeitern zu entwischen, war zunächst nicht bekannt. Es sei jedoch völlig normal, dass das Begleitpersonal bei solchen Gängen außerhalb der Klinik unbewaffnet sei, hieß es aus Schwerin. Es sei auch in diesem Fall geprüft worden, ob die Amtshilfe von Polizisten angefordert werde, bei dem 37-Jährigen ist am Mittwoch darauf verzichtet worden.

Ob der Mann bei seiner Flucht Helfer hatte, ist offen.