Das Ziel ist klar gesetzt: So schnell wie möglich soll die neue Turmspitze des neuen Ikareums über Anklam leuchten. Erst einmal muss al
Das Ziel ist klar gesetzt: So schnell wie möglich soll die neue Turmspitze des neuen Ikareum süber Anklam leuchten. Erst einmal muss allerdings die Finanzierung gesichert werden. Simulation: HENEGHAN PENG ARCHITECTS
Nationale Projekte

Fördermillionen für das Ikareum im dritten Anlauf?

Aller guten Dinge sind drei: Das ist wohl auch das Motto bei der Bewerbung um Bundesfördermittel für die neue Anklamer Kirchturmspitze. Im Rathaus ist man optimistisch.
Anklam

Schafft es Anklam im dritten Anlauf zu den Fördermillionen für eine neue Turmspitze auf der Nikolaikirche – die Stadtvertreter müssen dafür am Donnerstag zumindest eine wegweisende Entscheidung fällen. Ihr Votum ist ausschlaggebend für die Teilnahme an dem Bundesprogramm zur Auswahl von „nationalen Projekten des Städtebaus”. Die Anklamer Stadtverwaltung hofft, dass in diesem erlesenen Kreis von bundesweiten Bauvorhaben irgendwann auch das Ikareum auftauchen wird – bestenfalls schon bei der Auslobung der Förderprojekte für das Jahr 2022.

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Bis zur Förderfähigkeit ausgearbeitet

Im Rathaus sieht man sich für diesen wichtigen und großen Schritt jedenfalls gut gerüstet: Scheiterte die Bewerbung 2019 noch an den nicht weit genug vorangeschritten Projektplanungen. Ist das Ikareum mittlerweile auch in allen Teilabschnitten bis zur Förderfähigkeit ausgearbeitet. Dennoch hat es im zweiten Versuch 2021 mit der neuen Turmspitze ebenfalls nicht geklappt. Doch nun sollen eben „aller guter Dingen drei sein”.

Immerhin steht das Großprojekt bis auf die neue Turmspitze mittlerweile gut dar, was die Ausfinanzierung angeht. Jüngst brachte erst der scheidende MV-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) noch 6,2 Millionen Euro für den Funktionsanbau vorbei, der später als Empfang und Tourismuszentrum fungieren soll. Ebenso mit mehreren Millionen bedachte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) den Einbau der Emporen im Kirchenschiff und die Erstellung der späteren Lilienthal-Ausstellung.

Zudem sind aus dem deutsch-polnischen Förderprojekt und dem europäischen Fördertopf „Interreg V-A” gut 1,5 Millionen Euro ebenfalls für die Ausstellung und die Ertüchtigung des Fußbodens sicher. Nach der Entkernung in diesem Jahr sollen 2022 die Aufbauarbeiten beginnen. Auch die Finanzierung des Aufzugs konnte bereits geklärt werden. Die Landesregierung – allen voran die SPD – hatte jüngst immer wieder ihre Unterstützung bekräftigt.

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Zustimmung der Stadtvertreter

Zudem passe das Anklamer Großprojekt nach wie vor perfekt in die Fördervorgaben, wie es in der Sachdarstellung für die Stadtvertretung heißt. „Mit diesem Investitionsprogramm sollen investmentintensive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler Wahrnehmung, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotential gefördert werden. Das Vorhaben „Nikolaikirche – IKAREUM – Lilienthal-Flight-Museum“ erfüllt voll und ganz die geforderten Förderkriterien”, so die Beschreibung.

Eine Bewerbung sei daher unerlässlich – dies bedarf jedoch der Zustimmung der Stadtvertreter – in den ersten beiden Anläufen stellte die Abstimmung jedoch keine Hürde dar.

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