MEDIENPROBE

▶ Froschkönig kehrt auf die Anklamer Bühne zurück

Es ist eines der bekanntesten Märchen in der Sammlung der Brüder Grimm. Und wie viele andere auch, ist es viel mehr, als „nur“ ein schönes Märchen, das bald auf der Anklamer Theaterbühne gezeigt wird.
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Die Prinzessin ist überhaupt nicht begeistert davon, den Frosch in ihre Nähe kommen zu lassen. Foto: Matthias Diekho
Die Prinzessin ist überhaupt nicht begeistert davon, den Frosch in ihre Nähe kommen zu lassen. Matthias Diekhoff
August ist der Diener im königlichen Haushalt und verwöhnt Königin (links) und Prinzession gern mit franzö
August ist der Diener im königlichen Haushalt und verwöhnt Königin (links) und Prinzession gern mit französischen Spezialitäten. Matthias Diekhoff
Anklam.

Der „Froschkönig“ ist nicht nur eines der bekanntesten Märchen, es ist auch ein ganz besonderes. In der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm steht es an erster Stelle. Auf der Bühne des Anklamer Theaters war es seit über 20 Jahren nicht zu sehen, aber jetzt ist es endlich wieder so weit, freut sich die Regisseurin Claudia Nowotny. Bei ihrer Inszenierung hält sie sich im Wesentlichen an die Vorgaben des Originals.

Die verwöhnte Prinzessin spielt mit ihrem liebsten Spielzeug, einer goldenen Kugel, im Schlossgarten an einem Brunnen, bis sie eines Tages hineinfällt. Ein Frosch, der offenbar im Brunnen lebt, bietet seine Hilfe an. Das aber nicht ganz uneigennützig. Im Gegenzug will er mit ihr an einem Tisch essen, in ihrem Bett schlafen und natürlich einen Kuss von ihr. Das alles verspricht die Prinzessin dem Frosch – und vergisst es gleich wieder, nachdem sie die goldene Kugel wieder in den Händen hält. Der Frosch allerdings lässt sich nicht so einfach abspeisen. Und auch ihre Mutter, die Königin, besteht darauf, dass sie das gegebene Wort nicht bricht. Wie die Geschichte dann schließlich genau ausgeht, soll allerdings noch nicht verraten werden.

 

 

Wie Claudia Nowotny, die bereits mehrere Stücke für die Vorpommersche Landesbühne inszeniert hat, erläutert, ist auch der „Froschkönig“ weitaus mehr als „nur“ Märchen. Es gehe darin quasi um das Erwachsenwerden. Die Prinzessin muss erkennen, dass es auch noch eine Welt außerhalb des Schlossgartens gibt, nämlich die des Froschkönigs, in der sie sich bewähren muss. Und so werde schließlich aus der verwöhnten Prinzessin eine liebende Frau. Und es geht nicht zuletzt auch darum, dass Versprechen eingehalten werden müssen.

Das Stück wird sogar in Brüssel gezeigt

Man kann sich aber auch einfach nur an der Inszenierung erfreuen. Auf der Bühne stehen dabei vier Eleven der Theaterakademie Vorpommern, deren viertes, berufspraktisches Studienjahr gerade erst begonnen hat. Für Bühne, Kostüme und Maske zeichnet mit Julia Petz ebenfalls ein junges Talent verantwortlich. Sie stammt von der Insel Usedom, hat als Statistin bei den Usedomer Hafenfestspielen mitgemacht, ist zum Studium nach England gegangen und auch dort geblieben. Für den Froschkönig ist sie allerdings in ihre alte Heimat zurückgekehrt. Sehr zur Freude auch von Claudia Nowotny, die das Bühnenbild gern mit einem „Stück Konfekt“ vergleicht: Klein, aber fein.

Ihre Premiere feiert die Inszenierung am kommenden Sonnabend, 12. Oktober, um 15 Uhr im Anklamer Theater. Weitere Aufführungen gibt es unter anderem am 16. Oktober in Anklam und am 30. Oktober in der Zinnowitzer „Blechbüchse“.

Außerdem wird der vorpommersche Froschkönig am 1. Dezember im belgischen Brüssel zu sehen sein. Das Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union hat ihn nämlich zu einer Aufführung im „Wolubilis“ eingeladen. Dabei handelt es sich um einen angesagten Veranstaltungsort im Zentrum von Brüssel, an dem es Theater, Kreativwerkstätten, Bibliotheken, Buchhandlungen und Restaurants gibt.

 

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