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Füchse, Hunde und Wölfe bedroht

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Fuchs-Seuche in Vorpommern ausgebrochen

Der Landkreis hat das Virus bei fünf toten Füchsen nachgewiesen.
Der Landkreis hat das Virus bei fünf toten Füchsen nachgewiesen.
NK-Archiv

Hundehalter und besonders Jäger sollten in den Wäldern Vorpommerns darauf achten, dass ihre Tiere keinen Füchsen nachstellen. Denn unter den Wildtieren grassiert eine hochansteckende Seuche. Für Hunde eine tödliche Gefahr.

Bei fünf Füchsen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald ist der Erreger der Staupe festgestellt worden. Das teilte der Landkreis Vorpommern-Greifswald am Donnerstag mit. Die Staupe, ein sogenannter Morbillivirus, ist hochansteckend und kann auch für Hunde zur Gefahr werden.

Wie die Kreisverwaltung weiter mitteilte, wurden die betroffenen toten Füchse im Bereich zwischen Wolgast und Anklam gefunden. Die genauen Fundorte sind Lassan, Sauzin, Lütow, Zemitz und im Lieper Winkel auf Usedom. Die Tiere hätten vor dem Tod deutliche Krankheitszeichen gezeigt.

Typisch für den Befall mit Staupe seien Beeinträchtigungen in den Bewegungsabläufen in Form deutlicher Koordinationsstörungen. Aufgrund entsprechender Beobachtungen durch Jäger und Naturfreunde wurden die Tierkörper zur Untersuchung in das Landesamt in Rostock gesandt.

Impfung dringend empfohlen

Der Amtstierarzt von Vorpommern-Greifswald, Holger Vogel, empfiehlt insbesondere Haltern von Jagdhunden und von Hunden, mit denen Spaziergänge in freier Natur unternommen werden, dringend eine Immunisierung durch Impfung: „Mit Staupe ist nicht zu spaßen, da sie am lebenden Hund anfangs nur schwer festgestellt werden kann.“ Veterinäre in der Region beklagten seit geraumer Zeit eine sinkende Impfbereitschaft bei Hundehaltern.

Nach Auskunft des Kreises sind von der Seuche alle Caniden, mithin neben Füchsen und Hunden auch Wölfe, bedroht. Katzen sind dementsprechend nicht betroffen.