Bei der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für pommersche Geschichte kann auch die Marienkirche in Stargard
Bei der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für pommersche Geschichte kann auch die Marienkirche in Stargard besichtigt werden. A. Bierca
Heimatgeschichte

Gesellschaft für Pommersche Geschichte kehrt zu Wurzeln zurück

Im übernächsten Jahr jährt sich die Gründung zum 200. Mal. Dann möchte der Verein auch an seine Wurzeln zurückkehren.
Anklam

Die altehrwürdige Gesellschaft für Pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst wird im übernächsten Jahr 200 Jahre alt. Grund genug für den Vorstand des Vereins, sich bei seiner jüngsten Sitzung in Anklam schon mal mit dem Jubiläum zu beschäftigen. Da die Gesellschaft am 15. Juni 1824 in Stettin gegründet wurde, soll nun auch die Jahrestagung des Vereins dort stattfinden.

Gemäß der Tradition, in verschiedenen pommerschen Städten auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze zu tagen, treffen sich die Mitglieder der Gesellschaft in diesem Jahr vom 22. bis 25. September im polnischen Stargard.

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Jahrestagung 2023 in Anklam geplant

Auf dem Programm stehen Vorträge wie unter anderem über die Kleinbahnen in Hinterpommern. Zudem ist ein Stadtrundgang vorgesehen, bei dem auch das städtische Museum und die Marienkirche besichtigt werden können, erklärte der Vorsitzende Dr. Wilfried Hornburg.

Im kommenden Jahr soll die Jahrestagung der Gesellschaft übrigens in Anklam stattfinden. Möglicher thematischer Schwerpunkt könnten dabei die ehemaligen Adelsfamilien im Anklamer Raum sein.

Schwerpunkt Archäologie führt ins Tollensetal

Einer der nächsten Höhepunkte ist der „Tag der pommerschen Landesgeschichte” am 18. Juni in Schmarsow bei Demmin, der von der Gesellschaft für pommersche Geschichte gemeinsam mit der historischen Kommission für Pommern, dem Verein Pommerscher Greif und der Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte organisiert wird.

Hauptthema der Veranstaltung, die nicht nur den Mitgliedern der genannten Organisationen offen steht, soll die Archäologie in Pommern sein. Auf dem Programm steht neben Vorträgen auch eine Exkursion ins Tollensetal zu den bronzezeitlichen Fundplätze, die von einer großen gewaltsamen Auseinandersetzung vor über 3000 Jahren zeugen.

Zudem soll bei der Veranstaltung zum zweiten Mal der Dr.-Dagobert-Nitz-Forschungspreis für pommersche Landesgeschichte an aussichtsreiche Nachwuchswissenschaftler verliehen werden. Auf eine entsprechende Nominierung habe man sich bei der Vorstandsitzung der Gesellschaft bereits einigen können, so Wilfried Hornburg.

 

 

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