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Am Samstag macht sich eine Sternfahrt in Richtung Anklam auf und am Sonntag radelt Anklams Bürgermeister auf seiner alljährlichen Tour aus der Stadt heraus ins nahe Umland. Anne-Marie Maaß/Archiv
Am Wochenende

Gleich zwei Demos für mehr Radwege in und um Anklam

Vorpommern braucht mehr Radwege! Dafür setzen sich die Radbegeisterten im Rahmen einer Sternfahrt und mit der traditonellen Bürgermeisterradtour ein.
Anklam

Seit vielen Jahren engagieren sich Politiker, Bürger, Initiativen und Kommunen für ein Vorankommen beim Ausbau von weiteren Radwegkilometern, speziell auch für die Entwicklung im touristischen Hinterland, aber auch um den Einwohnern in den ländlichen Regionen eine Infrastruktur zu bieten.

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Demonstrative Straßensperrung

Traditionell kämpft an dieser Front auch die Hansestadt Anklam mit. Wie in jedem Jahr findet deshalb an diesem Sonntag wieder die beliebte Bürgermeisterradtour als Demo für mehr Radwege in der Region statt. Die Tour startet um 13.30 Uhr auf dem Anklamer Markt und führt dann nach einem Zwischenstopp im Friedenswald weiter auf der Bundesstraße B 197 bis zum Abzweig nach Gellendin. Dort geht es rund um Anklam bis an den Anschluss an die B 109, wo die Bundesstraße zwischen dem Abzweig nach Kagendorf und Neu Kosenow demonstrativ für 15 Minuten voll gesperrt werden soll.

Schließlich kämpfen die Teilnehmer nicht nur für mehr Radwege im Peenetal, sondern vor allem auch für wichtige Lückenschlüsse von vorhandenen Radstrecken, wie an dieser Stelle zwischen Kosenow und Anklam, heißt es von den Organisatoren.

Etwa 20 Kilometer lange Tour

Nach diesem Stopp führt die insgesamt etwa 20 Kilometer lange Tour weiter ins nahe gelegene Kagendorf, wo bei Kaffee und Kuchen wieder eine Weile pausiert wird. Danach geht es über Dargibell und Gellendin zurück nach Anklam, wo an der Kreuzkirche der Tag mit Bratwurst vom Grill beendet wird.

„Jeder ist herzlich eingeladen, bei unserer Radtour dabei zu sein, auch spontan“, lädt Evelin Steiner aus der Stadtverwaltung ein. Wer heute schon weiß, dass er gerne mitradeln will, kann sich auch direkt in der Anklam-Info telefonisch unter 03971 835154 oder per E-Mail unter [email protected] anmelden, damit die Organisatoren einen ersten Überblick über die Teilnehmerzahl bekommen.

Sternfahrt nach Anklam

Bereits am Samstag führt eine Sternfahrt für mehr Radwege, organisiert von Kreispolitiker Günther Jikeli (SPD), auf den Anklamer Markt. Diese startet zum einen um 9.30 Uhr in Sarnow, wo sich möglichst viele Sympathisanten aus den Gemeinden Boldekow und Sarnow gen Anklam aufmachen sollen.

Diesen Demonstranten liegt ganz besonders der Weiterbau des Radweges entlang der B 197 vom Kiessee Wusseken, über Sarnow und Boldekow bis nach Kavelpaß am Herzen, erklärt Sarnows Bürgermeister Friedrich-Joachim Reincke. „Wer sich nicht zutraut, die komplette Strecke zu fahren, kann sein Rad auch abgeben und wird gefahren“, verspricht er. Für diesen Fall könne man sich einfach im Vorfeld telefonisch bei ihm melden unter 0151 52051870.

Fehlende Radwege in der Region

Eine weitere Gruppe für die Sternfahrt startet am Samstag um 10.15 Uhr in Butzow. Auch hier wird seit langem für einen Radweg in die Hansestadt gekämpft. Um 11 Uhr soll es auf dem Anklamer Marktplatz eine Kundgebung geben, in der es thematisch neben den gewünschten Radstrecken an der B 197 oder nach Butzow auch um die wichtige Verbindung von Anklam nach Stolpe und weiter bis nach Jarmen gehen soll.

Ziel sei es, vor der Wahl das Thema fehlende Radwege in unserer Region deutlich nach vorne zu bringen und alle Parteien, den Kreis, das Land sowie den Bund aufzufordern, hier nach der Wahl anzupacken, kündigt Günther Jikeli an.

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