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Götterdämmerung? Nein, das ist Abi-Party!

Sirtaki wie es sich für Griechen gehört. Die unteren Jahrgänge hatten viel Spaß beim Zugucken.  FOTOs: Anja Rau

Von der Leipziger Allee über die Friedländer Straße hin zum Markt und durch die Parkallee zurück schlängelte sich der Umzug, der von zwei ...

Von der Leipziger Allee über die Friedländer Straße hin zum Markt und durch die Parkallee zurück schlängelte sich der Umzug, der von zwei Polizeifahrzeugen begleitet wurde. Dazu schallte lautes Pfeifen sowie Schlachtrufe durch Anklam. Allerdings waren die Demonstranten weder gegen die Aufgabe des Amtsgerichts noch für mehr Toleranz. Es waren die Halbgötter, die ihren Abschied laut kundtaten.

Halbgötter, so nennen sich die diesjährigen Abiturienten vom Lilienthal-Gymnasium. Getreu dem Motto „Abi-kropolis. Die Götter verlassen den Olymp“ hatten sich am Mittag alle Noch-Schüler in Laken gehüllt und Kränze auf den Kopf gesetzt. Dann nämlich kamen alle Schüler für die von den Abiturienten organisierte Feier auf dem Schulhof zusammen. Die 41 Jugendlichen präsentierten unter anderem kleine Theaterstücke sowie Show- und Tanzeinlagen.

„Heute ist der letzte Schultag, am Freitag findet die erste Abiprüfung statt. Erst am 16. Juni ist dann unser Abi-ball“, sagt Julia, eine Halbgöttin. So ein Abschied ist teilweise recht emotional. Vor allem bei der Rede, die David und Maxi vortrugen, kullerten bei vielen die Tränen. „Danke an alle Lehrer und Mitarbeiter für ihre Geduld und Unterstützung. Sie wollten letztlich nur das Beste für unseren Haufen von Pubertierenden. Und der ein oder andere Lehrer hat Geheimnisse bis heute für sich behalten können“, sagt David. Auch der starke Zusammenhalt des Jahrgangs blieb nicht unerwähnt. Diesen bestätigt Herbert Hübner: „Ich denke, dass bei uns ein gutes Klima herrscht. Dieser Jahrgang hat es gezeigt.“

Unter die Schüler hatte sich auch eine Klasse der Grundschule Gebrüder Grimm gemischt. „Wir waren neugierig, was hier los ist. Und da wir heute Wandertag haben, bot sich das an“, sagt eine der Begleiterinnen. Irgendwann werden einige der Kleinen vielleicht auch kostümiert durch Anklams Straßen ziehen.