VANDALISMUS

Graffiti-Sprayer belasten die Stadt

Schäden im oberen fünfstelligen Bereich verursachen Vandalen in der Hansestadt Anklam. Jetzt wurden zwei Objekte im Stadtpark Opfer von Schmierereien. Wer kann was zu den unbekannten Tunichtguten sagen?
Kein schöner Anblick: das Waldhäuschen im Stadtpark wurde von Sprayern attackiert und muss nun saniert werden.
Kein schöner Anblick: das Waldhäuschen im Stadtpark wurde von Sprayern attackiert und muss nun saniert werden. ZVG/Hansestadt Anklam
Die Sitzbänke und Seitenwände mussten demontiert werden, um die Schmierereien zu entfernen.
Die Sitzbänke und Seitenwände mussten demontiert werden, um die Schmierereien zu entfernen. ZVG Hansestadt Anklam
So sah das Stromhäuschen noch vor einigen Tagen aus, inzwischen ist es von der Beschmierung befreit.
So sah das Stromhäuschen noch vor einigen Tagen aus, inzwischen ist es von der Beschmierung befreit. ZVG/Hansestadt Anklam
Anklam.

Die Zerstörungswut eines oder mehrerer Unbekannter in Anklam reißt nicht ab. Immer wieder kommt es in der Hansestadt zu Verunstaltungen – oftmals durch Graffiti. Auch zwei Häuschen im Stadtpark wurden zuletzt Opfer einer Spray-Attacke. Der Bürgermeister reagierte frustriert auf die Schmiererei. „Dieses Problem ist bei uns im Vergleich zu anderen Städten in Vorpommern leider besonders groß und beschäftigt und als Kommune sehr“, sagte Michael Galander (IfA). Die Belastung des Haushalts durch Vandalismus sei dem Bürgermeister zufolge mindestens im oberen fünfstelligen Bereich anzusiedeln. Galanders Ansicht nach hat sich das Problem in den Corona-Monaten noch verschärft – aus Langeweile, schätzt er.

Nicht nur beschmiert, auch angekokelt und zerschlagen

Als praktische Sitzgelegenheit für Besucher des Stadtparks steht der kleine Pavillon im städtischen Grün aktuell ohne Fassade da. „Die Seitenwände sind derzeit demontiert und werden gestrichen“, erklärt Manuela Kwasniak, zuständig für kommunale Infrastruktur. Dies sei nötig geworden, um Schmierereien am Objekt zu entfernen. Erst im Herbst 2019 wurden für das überdachte Häuschen komplett neue Seitenwände beschafft und montiert, da die Originalwände nicht nur mit Graffiti beschmiert, sondern zusätzlich auch noch angekokelt, zerschlagen und aufgeschnitten wurden. Manuela Kwasniak meint: „Dies war nicht nur unschön anzusehen, sondern stellte auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.“ Nun musste die Stadt erneut am verunstalteten Pavillon aktiv werden.

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Einen blitzeblanken Eindruck macht hingegen das Stromhäuschen einige Meter vom Pavillon entfernt. Allerdings auch erst seit zwei Tagen, denn zuvor wurde der gelbe Klotz ebenfalls von Vandalen heimgesucht und unschön mit Farbe besprüht, was nun entfernt wurde. Den finanziellen Schaden beider Fälle schätzt Kwasniak auf etwa 1500 bis 2000 Euro. Zur Polizei sei sie diesmal nicht gegangen, da der Zeitpunkt der Zerstörung nicht genau benannt werden kann. „Dann könnte ich wahrscheinlich täglich Anzeige erstatten, weil jeden Tag etwas dazu kommt“, so die Rathausfrau. „Wir werden sehen, wie lange die Häuschen diesmal im unbeschmierten Zustand bleiben.“

Wer den Täter erwischt, erhält Belohnung

Um den Graffiti-Schmierfinken in der Stadt auf die Schliche zu kommen, haben die Initiativen für Anklam bereits vor einigen Wochen 250 Euro Belohnungsgeld ausgelobt, welches durch eine Anklamerin sogar auf 300 Euro erhöht wurde. „Die Belohnung, die zur Ergreifung der Täter ausgelobt wurde, ist weiterhin aktuell“, teilte jetzt IfA-Pressesprecher Christian Schröder mit. Hinweise können nach wie vor dem städtischen Ordnungsamt oder der Polizei gemeldet werden.

Zuletzt kam es in Anklam immer wieder zu Fällen von Vandalismus. Bereits mehrfach lebten Unbekannte ihre Zerstörungswut am Bücherbaum in der Südstadt aus, außerdem wurden vor wenigen Wochen die neu-aufgestellten Info-Tafeln sowie die Anklamer Stadtmauer beschmiert. Auch die Entfernung von Aufklebern an Straßenlaternen sei laut Stadt immer wieder ein kostspieliges Problem.

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