HILFSAKTION

Große Anteilnahme macht Brandopfer sprachlos

Die Bilder ihres brennenden Hauses werden Peter und Christine Schade so schnell nicht vergessen. Bei dem Brand in Kurtshagen vor einer Woche haben sie fast alles verloren. Und die Unterstützung von ganz vielen Menschen gewonnen.
Christine und Peter Schade wollen sich für die große Unterstützung nach dem Brand bedanken.
Christine und Peter Schade wollen sich für die große Unterstützung nach dem Brand bedanken. Anne-Marie Maaß
Kurtshagen.

Der Schock sitzt bei Christine und Peter Schade immer noch tief. Vor einer Woche haben sie ihr Zuhause in Kurtshagen verloren. Die Töpferwerkstatt, das komplette Wohnhaus – alles, was sie sich über 20 Jahre aufgebaut haben, fiel innerhalb von Minuten vor ihren Augen den Flammen zum Opfer. „Wir haben es erst einmal akzeptiert, aber verarbeitet und wirklich begriffen haben wir es nicht. Das wird wohl noch einige Zeit dauern“, sagt Peter Schade nun.

Spenden von völlig Fremden

Unglaublich erscheint ihm und seiner Frau Christine auch immer noch die große Anteilnahme, die ihnen in den vergangenen Tagen zuteil wurde. „Es haben sich so viele Leute bei uns gemeldet oder auf anderem Wege ihr Mitgefühl ausgedrückt. Auch das völlig fremde Menschen auf dem Spendenkonto der Gemeinde für uns Geld geben – wir können dafür kaum Worte finden und sind sehr dankbar für all diese Unterstützung“, sagt Peter Schade.

Die Spendenaktion, die Töpfer-Kollegin Ines Malcher zudem für sie ins Leben gerufen hat, berührt Christine Schade ebenso. Beide Hilfsaktionen seien eine große Unterstützung. „Mit Sachspenden wüssten wir aktuell gar nicht umzugehen. Es sind ganz oft viele kleine Dinge, die fehlen, wie beispielsweise Duschbad oder Zahnpasta. Es ist ja wirklich alles weg“, sagt Christine Schade.

Ein ganzes Leben – einfach weg

Darüber hinaus seien es vor allem die verlorenen Fotos der Familie – vom Tag ihrer Hochzeit, von ihren Kindern und Eltern – die sie besonders schmerzlich vermisst. „Es ist ein ganzes Leben einfach weg – unwiederbringlich“, sagt sie bedrückt.

Auch beim Haus war das Paar in den vergangenen Tagen noch einmal gewesen. „Es ist jetzt wirklich nur noch eine Ruine. Aus dem Haus selbst haben wir nichts mehr retten können. Möbel und Gegenstände sind nicht mehr zu erkennen – es ist ein einziger Haufen Schutt“, sagen beide erschüttert.

Um damit zurechtzukommen, werden sie noch eine ganze Weile brauchen. Im Moment helfe bei aller Anteilnahme vor allem die Ruhe und die Unterstützung ihrer Familie. Zusammen mit ihren Kindern haben sie bereits viele notwendige Behördengänge und Termine, etwa beim Versicherer, hinter sich gebracht. All diese Unterstützung gebe ihnen Hoffnung, sagen beide.

Rückkehr und Neuaufbau fest geplant

Untergekommen sind die Schades derzeit in der Ferienwohnung einer Bekannten. „Hier können wir erst einmal auch bleiben“, sagt Christine Schade. Dies sei für die beiden 71-Jährigen eine große Erleichterung. Auch ihr Hund Tacco hat sich mittlerweile eingelebt, ebenso wie die drei Katzen, die sie nach dem Brand auf dem Grundstück in Kurtshagen einfangen mussten. Wie es nun mit ihrem Haus weitergeht, sei noch nicht geklärt.

„Das Haus und der Hausrat waren versichert. Jetzt müssen wir noch auf einen Sachverständigen warten, dann werden wir sehen“, erklärt Peter Schade. Das Warten sei derzeit eine große Belastungsprobe, ergänzt er. Eines ist für das Ehepaar jedoch klar – sie wollen unbedingt wieder zurück nach Kurtshagen. Auch wenn sie bei dem Brand viele wichtige Erinnerungsstücke und ihr altes Haus, so wie es war, für immer verloren haben, Kurtshagen bleibe ihr Zuhause, das sie auf keinen Fall missen möchten.

So können Sie die Brandopfer von Kurtshagen unterstützen:

Spendenkonto der Gemeinde Ducherow:
IBAN DE73 1505 05000 431000 220
Sparkasse Vorpommern
Verwendungszweck: Brand Kurtshagen

Spendenaktion von Ines Malcher im Internet beim Portal GoFundMe:
www.gofundme.com/brandzerstorung-topferei-und-wohnhaus

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