IKAREUM UND SCHULCAMPUS

Große Bauprojekte der Stadt nicht ohne Probleme

Alte Gebäude bringen so manche Überraschung mit sich: Das muss nun auch die Stadt Anklam beim Altbau des neuen Schulcampus erleben. Doch nicht nur der macht Sorgen.
Die Bauarbeiten für die geplante Umgestaltung in der Nikolaikirche sollen im Frühjahr 2022 beginnen.
Die Bauarbeiten für die geplante Umgestaltung in der Nikolaikirche sollen im Frühjahr 2022 beginnen. HENEGHAN PENG ARCHITECTS
Lieferungsverzögerungen beim Neubau und Statikprobleme im Altbau bremsten die Schulcampus-Baustelle aus.
Lieferungsverzögerungen beim Neubau und Statikprobleme im Altbau bremsten die Schulcampus-Baustelle aus. Stadt Anklam
Hier geht's dafür voran: An Anklams neuer Schwimmhalle leuchten in dieser Woche bereits die Buchstaben des Hansebade
Hier geht's dafür voran: An Anklams neuer Schwimmhalle leuchten in dieser Woche bereits die Buchstaben des Hansebades. Auch der Innenausbau mit den letzten Fliesenarbeiten nimmt Form an. Mareike Klinkenber
Anklam ·

Während an der neuen Schwimmhalle in dieser Woche bereits die beleuchteten Buchstaben des Hansebades Anklam am Abend weithin zu sehen sind und auch der Innenausbau mit den letzten Fliesenarbeiten seine Formen annimmt, ging es auf der Baustelle des neuen Schulcampus in der Innenstadt zuletzt etwas stockender voran.

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Dämmung lässt auf sich warten

Dort konnte beim Neubau die Dämmung für den Kellerbereich zunächst nicht geliefert werden. Gut sechs bis sieben Wochen Verzögerung kamen so zustande, die wohl schwer aufzuholen sind, erklärt Sachgebietsleiter Michael Randow vom Anklamer Bauamt. Zumal sich auch im Altbau bei den Abrissarbeiten Überraschungen auftaten.

So sollen auch in der historischen Bausubstanz der Käthe-Kollwitz-Schule Veränderungen etwa bei den Raumzuschnitten vorgenommen werden, die künftig modernes Lernen ermöglichen sollen. Allerdings entpuppte sich der Altbaubestand mitunter als nicht so massiv, wie er zunächst vermutet wurde. Die Gewölbedecke etwa im ersten Stock ist dünner als gedacht und auch manche massive Wand schmilzt schnell auf zwei halbe Steine mit reichlich Füllstoff zusammen.

„Auch früher wurde hin und wieder gepfuscht”

Allesamt Dinge, die eben erst während der Bauphase ausgemacht werden können, wie Randow erklärt. Deshalb müsse nun noch einmal ein Prüfstatiker zurate gezogen werden. Die Bilanz des Ganzen: „Auch früher wurde beim Bauen hin und wieder gepfuscht”, fasst es Bauamtschefin Sylvia Thurow kurz um zusammen.

Bei den Bauarbeiten in der Nikolaikirche stehen dagegen die Ausschreibungen kurz bevor. Dort müssen etwa die Gründungsarbeiten für die geplanten Emporen und der neue Bodenaufbau im Kirchenschiff erfolgen. Michael Randow rechnet damit, dass auch diese Arbeiten im Frühjahr 2022 starten können.

Für den jüngst erst mit über sechs Millionen Euro Fördermitteln bedachten Funktionsanbau auf der Nordseite der Kirche stehen zunächst die archäologischen Arbeiten an – dort gilt es nun entsprechend, eine Grabungsfirma anzuwerben.

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