Kein Schutz vor Terror

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Grüne werfen Atomlager-Betreibern Verschleppung vor

Die Prüfung der Schutzmaßnahmen im Zwischenlager dauert an. Einen Zeitrahmen für die Nachrüstung gebe es bislang nicht.
Die Prüfung der Schutzmaßnahmen im Zwischenlager dauert an. Einen Zeitrahmen für die Nachrüstung gebe es bislang nicht.
Stefan Sauer

Für das Atom-Zwischenlager Nord in Lubmin gibt es keinen Antrag zur baulichen Nachrüstung gegen Terrorangriffe. Die Betreiber begründen die Dauer mit den baulichen Besonderheiten.

Als einzige Zwischenlager-Betreiber hätten die staatlichen EWN noch immer kein Konzept zur baulichen Nachrüstung geliefert, sagte die atompolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Siylvia Kotting-Uhl. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass die Betreiber des Zwischenlagers Nord in Lubmin jetzt schleunigst ein genehmigungsfähiges Sicherungskonzept vorlegen.

Wie aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums vom 18. Januar auf eine Anfrage von Kotting-Uhl, hervorgeht, dauert die Prüfung der Schutzmaßnahmen durch die EWN immer noch an. Einen Zeitrahmen für die Nachrüstung gebe es bislang nicht.

Im Frühjahr 2011 waren alle Betreiber von Atom-Zwischenlagern vom Bundesamt für Strahlenschutz aufgefordert worden, ihre Sicherungsmaßnahmen zu verbessern. Bis zur baulichen Nachrüstung wird das Zwischenlager Nord nach Angaben der EWN durch temporäre technische und personelle Maßnahmen geschützt.

Die Grünen kritisierten die Aussagen. Temporäre Maßnahmen wie ein verstärkter Wachschutz seien allenfalls als kurzfristige Notlösung hinnehmbar, nicht als jahrelange Alternative zu baulichem Schutz, sagte Kotting-Uhl.