GEBÜHREN

Grünschnitt-Entsorgung in Tutow wird teurer

Die von der Gemeinde Tutow seit gut einem Jahrzehnt für ihre Bürger organisierte zentrale Grünschnitt-Entsorgung gilt zwar als Erfolgsmodell. Doch nun steigen innerhalb eines Jahres die Kosten.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Seit 2007 lässt die Gemeinde Tutow auf vertragliche Vereinbarung mit Grundstücksbesitzern privaten Grünschnitt zentral einsammeln und zur Entsorgung oder Kompostierung bringen.
Seit 2007 lässt die Gemeinde Tutow auf vertragliche Vereinbarung mit Grundstücksbesitzern privaten Grünschnitt zentral einsammeln und zur Entsorgung oder Kompostierung bringen. Stefan Hoeft
Tutow.

Bleiben die Tutower ihrer von der Gemeinde initiierten zentralen Abfuhr und Entsorgung von Grün- und Strauchschnitt sowie anderen Gartenabfällen treu oder kündigen sie in Größenordnungen die entsprechenden Verträge? Diese Frage steht für die Kommune im Raum, seit die neue Kostenstaffelung für die Kompostieranlage auf dem ehemaligen Militärflugplatz am Ortsrand ins Haus flatterte.

Denn deren Betreiber informierte die Amtsverwaltung Anfang des Jahres darüber, dass er seine Netto-Preise zum 1. Januar 2019 für solchen Bioabfall von 30 auf 37,50 Euro erhöht, wie Kämmerin Rotraut Kriemann berichtet. Das sei zwar kein ganz so großer Sprung wie ein Jahr zuvor, doch genau wie damals müsse Tutow das an die Nutzer weiterreichen.

Seit 2007 bietet die Gemeinde ihren Haushalten an, von Mitte April bis Mitte November alle zwei Wochen einmal mit dem Gemeindetransporter die Grünabfälle, Blätter sowie Baum- und Strauchschnitt von privaten Grundstücken abzuholen und zur Kompostieranlage zu bringen, um vor allem endlich deren wilde Verkippung zu vermeiden.

58 Euro für jährliche Grünschnitt-Entsorgung

Nur anfangs kostenlos gibt es seitdem eine entsprechende Entgeltvereinbarung, die mal mit zwei Euro pro Monat begann, also summiert 16 Euro. Doch weil die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben stetig stieg, gab es immer wieder Anpassungen: 2010 auf 24 Euro, 2012 auf 30 Euro, 2016 auf 36 Euro und zuletzt 2018 auf 49 Euro. Mit den neuen Entsorgungsbedingungen mache sich für diese Saison ein weiterer Aufschlag auf nun 58 Euro nötig, sagte Tutows Bürgermeister Roland Heiden bei der letzten Gemeindevertretung.

Die stimmte diesem Schritt zu und hofft wie das Dorfoberhaupt, möglichst keine „Kunden“ zu verlieren. Schließlich ging die Verunstaltung des Ortes und seiner Umgebung seit dieser Initiative spürbar zurück. „Das ist ein Super-Service“, erklärte er im Gespräch mit dem Nordkurier. „Aber es muss auch einigermaßen wirtschaftlich passen für die Kommune.“

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