Mehr Parkplätze für Anklam

GWA beginnt mit Kauf der Parkhaus-Flächen

Nachdem die Stadtvertretung vor etwa drei Wochen grünes Licht für den Bau des Parkhauses in der Innenstadt gegeben hat, beginnt die GWA mit dem Flächenankauf. Die Gegner des Projekts bleiben aber weiterhin skeptisch – Klage nicht ausgeschlossen.
Veronika Müller Veronika Müller
Hier soll das Parkhaus mit 300 Stellflächen stehen: Anwohner der Schulstraße hoffen aber weiter zumindest auf Nachbesserung, was die Größe des Gebäudes betrifft. Denn erst mit der Baugenehmigung wird sich zeigen, wie hoch wirklich gebaut wird. 
Hier soll das Parkhaus mit 300 Stellflächen stehen: Anwohner der Schulstraße hoffen aber weiter zumindest auf Nachbesserung, was die Größe des Gebäudes betrifft. Denn erst mit der Baugenehmigung wird sich zeigen, wie hoch wirklich gebaut wird. Veronika Müller
Susanne Bluhm ist GWA-Geschäftsführerin.
Susanne Bluhm ist GWA-Geschäftsführerin. Anne-Marie Maaß
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Anklam.

Jetzt wird es ernst: Nachdem die Stadtvertretung Anfang Juni mehrheitlich für den Bau eines Parkhauses in der Anklamer Innenstadt gestimmt hat, beginnt die GWA nun den Kauf des betreffenden Areals vorzubereiten. „Der Kaufantrag für die 2894 Quadratmeter große Fläche zwischen Nikolaikirch- und Brüderstraße läuft“, sagte dazu der Chef des GWA-Aufsichtsrates Norbert Gehrke (IfA). Die städtische Grundstücks- und Wohnungswirtschaft GmbH Anklam (GWA) setzt damit jetzt den bereits Anfang des Jahres dazu einstimmig vom Aufsichtsrat gefassten Beschluss um.

Ob nun allerdings die Debatte um das Parkhaus mit den 300 geplanten Stellflächen beendet ist, bleibt abzuwarten. Denn nach wie vor haben Anlieger als auch andere Anklamer Bedenken, der „Klotz“, wie sie den Bau nennen, könne einfach nicht ins Stadtbild passen und obendrein die Wohnqualität in dem direkt nebenan gelegenen Neubaublock massiv einschränken. „Wir hoffen immer noch, dass der Bauplan doch einige unserer Kritikpunkte berücksichtigt“, sagt Falko Jonas, Chef der Wohnungsgenossenschaft Anklam (AWG), die selbst einige Mietwohnungen in dem betreffenden Haus besitzt und gleichzeitig als Verwalter für die Eigentümer tätig ist. Die Kritiker fordern nach wie vor, wenigstens die Traufhöhe von jetzt zwölf auf etwa neun Meter zu reduzieren und statt in die Höhe lieber in die Tiefe zu bauen.

Hoffen auf Einfluss des städtischen Rahmenplaners

Doch diese Debatte ist erst einmal auf die Phase der Bauplanung verschoben. Und da setzt auch Jonas unter anderem auf den Einfluss des städtischen Rahmenplaners. „Vielleicht nimmt der auf die bisher vorliegenden Pläne ja insofern Einfluss, dass der Bau doch noch etwas gefälliger gestaltet wird – was auch die Höhe betrifft“, so der AWG-Chef.

Ob er im Namen seiner Genossenschaft und der betroffenen Eigentümergemeinschaft gegen das Vorhaben eine Normenkontrollklage einreichen wird, vermochte er jetzt noch nicht zu sagen. „Das ist offen. Möglicherweise kommt die GWA den Anwohnern eventuell entgegen – schau‘n wir mal, wie es weitergeht.“