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„Der kranke Typ“

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Hass-Botschaften aus Caffiers Ministerium

Seit 20 Jahren leidet Jens-Uwe Kasowski an Depressionen und hilft Leidensgenossen. Im Innenministerium bezeichnete man ihn als „den kranken Typen“.
Seit 20 Jahren leidet Jens-Uwe Kasowski an Depressionen und hilft Leidensgenossen. Im Innenministerium bezeichnete man ihn als „den kranken Typen“.
C. Schönebeck / Repro: Daniel Focke

Wie man im Innenministerium über Bürger denkt, zeigt eine Mail, die versehentlich beim Falschen landete. Was daran am meisten schockiert: Die Entschuldigungsversuche des Ministeriums sind eher halbherzig.

„Der kranke Typ“, so spricht man im Innenministerium über einen Bürger, der nur ein Anliegen vorgebracht hat. Eine fehlgeleitete E-Mail aus dem Innenministerium hat Jens-Uwe Kasowski mächtig verärgert.

Seit rund 20 Jahren leitet der Wolgaster die Selbsthilfegruppe „Angst und Depression“, er ist selbst auch Betroffener. Kasowskis Bitte per Mail an den stellvertretenden Ministerpräsidenten Caffier, mit dem er gemeinsam studierte: Ob sich nicht mithilfe des Landes und freier Träger eine finanzielle Unterstützung für die Arbeit organisieren ließe.

Ungehörige Antwort

Caffiers persönlicher Mitarbeiter Rafael W. teilte dem Wolgaster mit, man habe das Problem ans Sozialministerium weitergereicht. Kasowski schreibt zurück: Ans Sozialministerium hätte er sich auch selbst wenden können, aber er habe Caffier explizit als Vize-Chef der Landesregierung kontaktiert.

Die Antwort verschlägt dem engagierten Mann kurzzeitig die Sprache, auch wenn sie offenbar nicht für ihn gedacht war. W. schreibt: „Am Wochenende fahre ich mal nach Wolgast und therapiere den kranken Typen auf meine Weise... Grüße ins Büro.“

Ministerium reagiert halbherzig

Auf Nachfrage des Nordkurier räumte das Innenministerium den verletzenden Umgangston ein. Man bedaure die „Irritationen“, der Mitarbeiter habe sich bereits entschuldigt.

Nun ja. Kasowski berichtet von einem kurzen Telefonat und einer weiteren Mail, die er erhalten hat. Die Wortwahl, die Herabsetzung eines Erkrankten oder die sarkastische Drohung bedauert Caffiers Mitarbeiter darin allerdings nicht. Er schreibt lediglich: „Sollte der Inhalt bei Ihnen Unbehagen erregt haben, bitte ich hiermit nochmals um Verzeihung, da das Versenden an Ihre E-Mailadresse selbstverständlich nicht absichtlich erfolgte.“ Der Fehler lag demnach nicht in der Kränkung, sondern darin, dass der Betroffene davon erfahren hat.

Kommentare (5)

Diese Schilderung ist nur ein weiteres Beispiel für einen seit Jahren bekannten Zustand: Herr Caffier besitzt weder die fachliche Eignung noch die charakterlichen Voraussetzungen für den Posten, den er dank des "richtigen" Parteibuches und einer gehörigen Portion Anpassungsfähigkeit, um es höflich auszudrücken, zugewiesen bekommen hat. Wie sagt der Volksmund ?? "Wie der Herr, so`s Gescherr." Siehe: http://www.sprichwort-plattform.org/sp/Wie%20der%20Herr,%20so%20s%20Gescherr

Innenministerium hat das Anliegen an die richtige Adresse - Sozialministerium - weitergeleitet. Die Antwort vom Innenministerium passt Herrn Kasowski nicht. Herr Kasowski wollte über Umwege Vorteile herbeiführen. Seriös finde ich Herrn Koslowskis "Bürgeranliegen" keineswegs.

Caffier hat ausserordentlich hohes anpassungsvermoegen. Zu DDR-zeiten Technischer Leiter der LPG Licht....,Freiwilliger Helfer der Volkspolizei DDR-CDU Mitglied na und jetzt Innenminister in einem politisch komplett anders ausgerichteten Staat. Das ist nicht bloß in der Landesregierung MV so,dass abwertend über das Volk geredet wird, sondern auch in Berlin im Bundestag. Siehe Gabriel der uns alle als Mop und rechtes Gesindel bezeichnet hat. Dieses Jahr haben wir,das Volk die Chance. WAHLJAHR

Herr Caffier war sogar Reserveoffizier der NVA. Dienstgrad Leutnant

Egal wie und warum sich Herr Kasowski mit seinem total zu begrüßenden Anliegen an Herrn Caffier gewandt hat, die Reaktion des Ministeriums ist für mich erschütternd. Was ist daran christlich und demokratisch? Sind unsere Politiker jetzt Abfrageautomaten? Brauchen sie technische Hilfe? Drücken sie die 1. Brauchen sie Verbrauchsmaterial? Drücken sie die 2. Brauchen sie Hilfe? Rufen sie woanders an.